Bike mieten, auf Details achten

Ob für eine spontane Radtour oder als dauerhafte Alternative im Berufsverkehr: Mieträder schonen die Umwelt, fördern die Gesundheit und führen zu einer Entlastung im Stadtverkehr. Zahlreiche Anbieter buhlen mittlerweile in vielen deutschen Städten um die Gunst der Radfreunde. Das Prinzip der Bike-Sharing-Systeme ist denkbar einfach: Wer sich ein Fahrrad leihen will, braucht eine entsprechende App auf dem Handy. Nach der Registrierung könnt ihr auf einer Karte die Fahrräder in der Umgebung sehen, reservieren und leihen. Das Fahrradschloss öffnet ihr mit einem Code, der euch auf dem Smartphone angezeigt wird. Danach müsst ihr nur noch in die Pedale treten.

Das kostet ein Leihfahrrad
Je nach Anbieter können die Preise für Mietfahrräder stark variieren. Eine Stunde mit dem Mietfahrrad kostet nach Recherchen des ADAC im Schnitt rund zwei Euro. Je nach Anbieter können einmalige Gebühren für die Anmeldung oder eine Kaution für die Räder hinzukommen.
Nach der Nutzung der Räder unterscheiden sich die Anbieter deutlicher. Bei einigen Bike-Sharern müssen die Räder an festen oder flexibel wählbaren Stationen abgegeben werden. Bei anderen ist der Abgabeort innerhalb des Verleihgebietes flexibel. Die Räder können also überall im öffentlichen Raum abgestellt werden.

Mieträder-Apps sammeln Daten
Bevor die Fahrt beginnen kann, muss in der Regel die GPS-Ortung auf dem Smartphone aktiviert werden. So sammeln die Anbieter individuelle Bewegungsprofile ihrer Kunden und können ihr Angebot besser steuern. Die Anbieter sehen, wohin ihre Nutzer fahren, wo sie wie lange halten und welche Orte sie wann passieren. Diese Verkehrsdaten könnten dann wiederum zu Werbezwecken an Dritte verkauft werden, zumindest wenn Sie in den Nutzungs- oder Datenschutzbestimmungen hierüber - und darüber welche Dritten gemeint sind - aufgeklärt werden, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Eine beliebige Weitergabe ist jedoch unzulässig. Die Verbraucherschützer empfehlen daher, vor der Nutzung aufmerksam das Kleingedruckte des jeweiligen Anbieters genau zu studieren und nur Daten freizugeben, die für eine Nutzung zwingend notwendig sind. Schon bei der Installierung der App solltet ihr daher darauf achten, dem Dienst keine unnötigen Rechte zuzugestehen.

Vorsicht bei der Rad-Rückgabe
Bei der Rückgabe der Räder droht bei einigen Anbietern eine Kostenfalle, warnen die Experten der Verbraucherzentrale NRW. Denn während das Abstellen der Leihfahrräder an speziellen Stationen oder bestimmten Zonen in der Stadt kostenlos ist, können bei manchen Anbietern an anderen Orten zusätzliche Gebühren anfallen. Auf diese Zusatzkosten weisen einige Anbieter allerdings nur in den AGB hin. Daher solltet ihr euch vor jeder Fahrt über die Rückgabeorte und mögliche Zusatzgebühren informieren.

Tipp: Solltet ihr den Eindruck haben, dass Regelungen in den AGB nachteilig sind, wendet euch an die Verbraucherzentrale NRW. Bestimmte Klauseln können unwirksam sein, dann gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW; Bild: Agentur Tillmanns
 
Am Morgen
mit Christina Kaminski & Torsten Thöndel
Nachricht schreiben
Wetter
6°C / 14°C
Aachen
Verkehr
A1
Kölner Ring: Dortmund - Köln