Wer macht das Herbstlaub weg?

Für Städte und Gemeinden gilt die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Die Kommunen müssen daher dafür Sorge tragen, dass Straßen und Gehwege gefahrlos durch die Bürgerinnen und Bürger benutzt werden können. Doch in vielen Städten und Gemeinden wird diese Pflicht per Satzung auf die Grundstückseigentümer übertragen. Der Gehweg vor dem eigenen Hause muss in diesen Fällen selber vom Laub befreit werden. Viele Grundstückseigentümer geben diese Verpflichtung dann per Mietvertrag an die Mieter weiter. Mieter sollten also ihren Mietvertrag in diesem Punkt genau prüfen, raten Versicherer wie die ARAG. Denn entweder muss der Mieter selber das Laub entfernen oder ein professionelles Unternehmen wurde für die Beseitigung des Laubs beauftragt. Die Kosten hierfür werden in der Regel auf alle Mieter umgelegt. Wer in den Urlaub geht beziehungsweise anderweitig verhindert ist, muss sich selber um eine entsprechende Vertretung kümmern.

Wann muss gefegt werden?
Der herbstliche Räumdienst deckt sich in der Regel mit dem Winterdienst. In der Zeit von 7.00 bis 20.00 Uhr werktags und am Wochenende von 9.00 bis 20.00 Uhr müssen die Gehwege geräumt werden. Was im Umkehrschluss nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt aber nicht heißen muss, dass um Punkt 7.00 Uhr die Wege frei vom Laub sind. Die Gerichte urteilen hier vielfach nach der individuellen Lage der Grundstücke. Fest steht aber: Je mehr Laub sich auf dem eigenen Gehweg auftürmt, umso größer ist auch die Verpflichtung es wegzuräumen.

Genaueres ist meist in den Stadt- und Gemeindesatzungen nachzulesen. Diese finden Interessierte meist auf den Homepages der Städte und Gemeinden. Dort sind meist die Zeiten, die Intensitäten und auch Details wie zum Beispiel eine zusätzliche Fahrbahnreinigung geregelt.

Wann darf ein Laubsauger eingesetzt werden?
Wenn der Nachbar morgens um 6.00 Uhr den Laubbläser anschmeißt, ist der Frieden unter den Nachbarn meist gestört. Grundsätzlich dürfen solche Geräte laut Bundes-Immissionsschutzgesetz in Wohngebieten nur von 9.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr betrieben werden. Außerhalb dieser Zeiten dürfen nur lärmarme Geräte mit EU-Umweltzeichen genutzt werden. In diesen Fällen dürfen die Geräte in der Zeit von 7.00 bis 20.00 Uhr eingesetzt werden.

Quelle: ARAG Presse; Bild: Agentur Tillmanns
 
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