SPD-Spitze: Ohne klare Belege ist Maaßen nicht mehr tragbar

 
Ohne klare Belege für seine Aussagen zu den ausländerfeindlichen Vorkommnissen in Chemnitz hält die SPD-Spitze eine Ablösung von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen für unausweichlich. ?Sollte er dazu nicht in der Lage sein, dann ist er in seinem Amt nicht länger tragbar?, sagte Parteichefin Andrea Nahles. Maaßen hatte der ?Bild?-Zeitung gesagt, es lägen seinem Amt keine belastbaren Informationen darüber vor, dass in Chemnitz ?Hetzjagden? auf Ausländer stattgefunden hätten. Damit widersprach er Bundeskanzlerin Angela Merkel und Regierungssprecher Seibert.
 
 
 

Richter warnt in VW-Musterverfahren vor Verjährung

 
Erster Dämpfer für die Kläger: Schon der Auftakt des milliardenschweren Musterverfahrens von Anlegern zur VW-Dieselaffäre hat zu Diskussionen zwischen dem Vorsitzenden Richter und der Klägerseite geführt. Die Ansprüche der Kläger bis zum Zeitpunkt Mitte 2012 könnten verjährt sein, sagte der Vorsitzende Richter Christian Jäde in Braunschweig. Andreas Tilp, Anwalt der Musterklägerin Deka Investment, geht dagegen davon aus, dass Volkswagen schon im Juni 2008 hätte zugeben müssen, die Technologie zur Diesel-Abgasreinigung nicht zu beherrschen.
 
 
 

Maaßen legt Bericht zu Chemnitz-Einschätzung vor

 
Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen hat der Bundesregierung mitgeteilt, worauf er seine von vielen Politikern kritisierte Einschätzung zu den Vorfällen in Chemnitz stützt. Der Bericht sei am Montag im Bundesinnenministerium eingegangen und werde jetzt bewertet, sagte die Sprecherin des Ministeriums, Eleonore Petermann, in Berlin. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte, der Bericht sei ?auch an das Kanzleramt weitergeleitet worden?. Zu Inhalten wurde zunächst nichts bekannt.
 
 
 

Adidas bleibt Ausrüster beim Deutschen Fußball-Bund

 
Adidas bleibt Ausrüster beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und damit auch für die Fußball-Nationalmannschaft. Der fränkische Sportartikelhersteller und der DFB verlängerten den bis 2022 laufenden Vertrag vorzeitig um weitere vier Jahre bis 2026, wie die jahrzehntelangen Partner bekanntgaben. Mit Blick auf das frühzeitige Aus der Deutschen bei der WM in Russland sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted: ?Wir stehen zu unseren langjährigen Partnern - und zwar gerade dann, wenn es wichtig ist.?
 
 
 

Umfrage: AfD verliert in der Wählergunst - Linke legt zu

 
Vor dem Hintergrund der Debatte über ein Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland verliert die AfD in der Wählergunst. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer liegt sie bei 14 Prozent (minus 2 Prozentpunkte gegenüber der Vorwochen). Gleichzeitig legt die Linke um 2 Punkte auf 10 Prozent zu. CDU uns CSU kommen auf 31 Prozent (plus 1), SPD 16 (minus 1), Grüne 15 (minus 1) sowie die FDP 9 (plus 1). Allerdings hatte die AfD vor einer Woche, unter dem direkten Eindruck der Ereignisse von Chemnitz, zwei Punkte zugelegt.
 
 
 

Küblböcks Schauspielschule weist Mobbing-Vorwurf zurück

 
Im Fall des vermissten früheren TV-Stars Daniel Küblböck weist die von ihm besuchte Schauspielschule Mobbing-Vorwürfe zurück. ?Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück?, hieß es in einer Erklärung der Schule in Berlin. ?Wir sind zutiefst bestürzt und geschockt über das Verschwinden unseres Schülers Daniel Kaiser-Küblböck. Die ETI Schauspielschule Berlin möchte zum Schutz der Privatsphäre von Daniel zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen zu den im Internet kursierenden Gerüchten tätigen.
 
 
 

Haseloff: Rechtsradikalismus kein ostdeutsches Problem

 
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Reaktion der Politik und der Bevölkerung Köthens nach dem Tod eines 22-jährigen Deutschen gelobt. Er glaube nicht, dass ein zweites Chemnitz drohe, wo es große fremdenfeindliche Ausschreitungen gegeben hatte, sagte Haseloff vor Sitzungen der CDU-Spitzengremien in Berlin. Politik und Bürger hätten rasch reagiert, ?von Anfang an klar Kante gezeigt? und sehr verantwortungsbewusst gehandelt.
 
 
 

Drei Bundestagsparteien klagen gegen bayerisches Polizeigesetz

 
Die Bundestagsabgeordneten von FDP, Linken und Grünen klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gemeinsam gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz. Durch dieses Gesetz würden ?Menschen unter Generalverdacht gestellt?, sagte Grünen- Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Die CSU-Staatsregierung hatte die Befugnisse der bayerischen Polizei zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit erweitert. So darf die Polizei nicht mehr erst einschreiten, wenn Ermittler konkrete Indizien für eine geplante Straftat haben. Jetzt genügt ganz allgemein eine ?drohende Gefahr?.
 
 
 

Briefwahlstimmen könnten Wahl in Schweden entscheiden

 
Nach der Wahl in Schweden ist das Ergebnis so knapp, dass Briefwahlstimmen aus dem Ausland darüber entscheiden könnten, welches Lager die Regierung bilden kann. Weniger als ein halber Prozentpunkt liegt derzeit zwischen dem rot-grünen und dem liberal-konservativen Block, ein Mandat trennt sie. Doch bis Mittwoch werden noch Briefwahlstimmen und Stimmen aus dem Ausland gezählt, wie der Fernsehsender SVT berichtete. Im Ausland wohnende Schweden konnten in rund 250 Wahllokalen auf der ganzen Welt abstimmen.
 
 
 

Sat.1 dreht zehnte Staffel seiner Show ?The biggest loser?

 
Abnehmen wird bei Sat.1 weiter groß geschrieben. Die Show ?The biggest loser?, bei der es darum geht, möglichst viele Pfunde zu verlieren, bekommt eine zehnte Staffel, die 2019 zu sehen sein soll. Die Dreharbeiten für die 13 neuen Folgen haben nach Angaben des Senders gerade begonnen. Von den am Anfang 50 Kandidaten ziehen 18 in das Abnehm-Camp in Andalusien. Der Vorjahres-Gewinner schaffte es, 94,5 von seinen ursprünglich 189,6 Kilogramm abzuspecken und sicherte sich so die Siegprämie von 50 000 Euro.
 
 
 

Staatsschutz prüft Köthener Demogeschehen

 
Nach einer von rechten Gruppen organisierten Spontandemonstration im sachsen-anhaltischen Köthen prüft der Staatsschutz die Redebeiträge auf strafbare Inhalte. Das kündigte die zuständige Polizei in Dessau-Roßlau an. Es gehe unter anderem um den Vorwurf der Volksverhetzung, sagte eine Sprecherin. Hintergrund seien zahlreiche Meldungen in sozialen Netzwerken sowie Medienberichten, wonach ein Redner unter anderem von einem ?Rassenkrieg? gesprochen hatte.
 
 
 

Neuer Prozess gegen Kudamm-Raser beginnt am 19. November

 
Eine weitere Gerichtsverhandlung wegen des tödlichen illegalen Autorennens auf dem Berliner Kudamm soll am 19. November beginnen. Die beiden als Raser angeklagten Männer im Alter von 29 und 26 Jahren bleiben in Untersuchungshaft, wie das Landgericht am Montag weiter mitteilte. Der dringende Tatverdacht sowie Fluchtgefahr bestünden weiter, hieß es. Beide sitzen seit Anfang März 2016 in U-Haft. Sie sollen bei dem Rennen in der Nacht zum 1. Februar 2016 einen unbeteiligten 69-Jährigen totgefahren haben.
 
 
 

Seehofer: Köthener Tathergang noch nicht ausreichend geklärt

 
Nach dem Streit zwischen zwei Männergruppen in Köthen in Sachsen-Anhalt und dem Tod eines 22-jährigen Deutschen hat Bundesinnenminister Horst Seehofer vor übereilten Bewertungen gewarnt. ?Es scheint so zu sein, dass die Todesursache nach der Obduktion feststeht, aber dass der Tathergang - für mich jedenfalls - noch nicht ausreichend geklärt ist?, sagte Seehofer in München. ?Ich empfehle uns, wie in Chemnitz, dass wir Politiker auf die authentischen Ermittlungsergebnisse warten, bevor wir sie bewerten.?
 
 
 

Nia Franklin aus New York ist die neue Miss America

 
Die Kunststudentin Nia Imani Franklin ist zur Miss America 2019 gekürt worden. Bei der Preisverleihung in Atlantic City bekam die 25-Jährige die Krone von Cara Mund, Miss America 2018, überreicht. Nia Franklin erhielt sie ein Stipendium in Höhe von 50 000 US-Dollar. Erstmals in der 98-jährigen Geschichte des Wettbewerbs fiel die Kategorie ?Badeanzug? weg. Stattdessen mussten die 51 Kandidatinnen Fragen ihrer Konkurrentinnen beantworten. Hintergrund hierfür ist die aktuelle #MeToo-Debatte.
 
 
 

Erste erweiterte Kontrolle Griechenlands durch Geldgeber

 
Drei Wochen nach Auslaufen der Hilfsprogramme für Griechenland haben die Geldgeber des hoch verschuldeten Euro-Landes am Montag die erste ?erweiterte Kontrolle? in Athen gestartet. Damit soll sichergestellt werden, dass Griechenland seinen Reformkurs fortsetzt. Nach acht Jahren unter einem Rettungsschirm hatte Griechenland am 20. August das dritte Hilfsprogramm der Europäer verlassen. Es war vereinbart worden, dass die Entwicklung der griechischen Staatsfinanzen vierteljährlich kontrolliert wird.
 
 
 

Weiter keine Spur vom vermissten Daniel Küblböck

 
Vom vermissten Ex-TV-Star Daniel Küblböck gibt es nach Angaben von Aida Cruises weiterhin keine Spur. ?Die Suche blieb bislang erfolglos?, teilte der Kreuzfahrtveranstalter am Morgen mit. Die beiden an der Suche beteiligten Kreuzfahrtschiffe seien nach Einbruch der Dunkelheit von der kanadischen Küstenwache ?aus der Suchaktion entbunden worden?. Das Schiff ?Aidaluna?, von dem Küblböck verschwunden ist, befinde sich jetzt auf dem Weg nach Halifax. Es gebe Grund zur Annahme, dass Küblböck gesprungen sei.
 
 
 

Deutschland-Tourismus bleibt auf Rekordkurs

 
Der Deutschland-Tourismus steuert auf ein weiteres Jahr mit Höchstwerten zu. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland stieg im Juli gemessen am Vorjahresmonat um 5 Prozent auf 56,2 Millionen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Während bei den Übernachtungen ausländischer Gäste ein Zuwachs von 4 Prozent stand, lag das Plus bei den heimischen Reisenden noch höher bei 6 Prozent.
 
 
 

Köthens Bürgermeister ruft zu Besonnenheit auf

 
Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild hat sich nach dem tödlichen Streit zwischen zwei Männergruppen erschrocken gezeigt über Gewaltaufrufe bei den anschließenden Protesten. Er rief deshalb am Montag abermals zur Besonnenheit auf. Es sei schwer, wenn die Gewalt von außen nach Köthen komme, sagte der Sozialdemokrat im ZDF-?Morgenmagazin?. Vor dem sogenannten Trauermarsch, für den in der rechten Szene mobilisiert worden war, hatte der Bürgermeister am Sonntag auf Facebook ausdrücklich von einer Teilnahme abgeraten.
 
 
 

Hurrikan ?Florence? legt über Atlantik zu und bedroht USA

 
Hurrikan ?Florence? hat über dem Atlantik an Stärke zugelegt und rückt langsam auf die USA vor. Mit Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde lag das Zentrum am Montagfrüh rund 1100 Kilometer südöstlich von Bermuda und bewegte sich mit elf Kilometern pro Stunde westwärts, wie das Nationale Hurrikanzentrum in Miami mitteilte. Er soll die Südostküste der USA am Donnerstag erreichen. Er könne sich dabei zu einem ?extrem gefährlichen? Wirbelsturm entwickeln, warnten die Meteorologen.
 
 
 

Fünf Tote in Wohnhaus in Australien gefunden

 
Blutbad in einem Wohnhaus in der westaustralischen Stadt Perth: Drei Mädchen, ihre Mutter und Großmutter sind dort tot aufgefunden worden, wie die Polizei des Bundesstaates West-Australien bestätigte. Bei den getöteten Kindern handele es sich um zweijährige Zwillinge und ein dreieinhalb Jahre altes Mädchen. Es gebe noch keinen Tatverdächtigen. Die Toten waren am Sonntag in dem Haus im Stadtteil Bedford gefunden worden. Zunächst hatte es keine genauen Informationen über Zahl und Identität der Opfer gegeben.
 
 
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