Saudi-Arabien hebt Verbot von Kinos auf

 
Saudi-Arabien wird erstmals seit mehr als 35 Jahren wieder Kinos erlauben. Das Lizenzierungsverfahren hat begonnen. Die ersten Kinos sollen voraussichtlich im März 2018 eröffnen. Damit unternimmt das islamisch-konservative Land einen weiteren Schritt in Richtung einer Liberalisierung. Im September hatte König Salman angeordnet, im nächsten Jahr das Fahrverbot für Frauen aufzuheben.
 
 
 

Netanjahu fordert von Europäern Anerkennung Jerusalems

 
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die EU-Staaten aufgefordert, dem US-Beispiel zu folgen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Netanjahu äußerte sich zum Auftakt eines Treffens mit den EU-Außenministern in Brüssel. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini machte deutlich, dass eine einseitige Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt für die EU nicht infrage komme. Eine Lösung könne nur durch direkte Verhandlungen erreicht werden. Ziel müsse eine Zwei-Staaten-Lösung sein, bei der Jerusalem Hauptstadt beider Seiten sein kann.
 
 
 

Rauch im Brenner Basistunnel

 
Bei den Bauarbeiten im Brenner Basistunnel in Österreich hat es einen Zwischenfall gegeben. An einer Bohrmaschine entwickelte sich Rauch. Zwölf Bauarbeiter suchten in einem nahen Sicherheitscontainer Zuflucht. Der Aufenthalt von drei weiteren Arbeitern ist unklar. Zwischen Innsbruck und Südtirol entsteht bis 2026 der längste Tunnel der Welt, insgesamt 64 Kilometer lang.
 
 
 

Netanjahu im Jerusalem-Streit bei EU-Außenministern

 
Die Außenminister der EU-Staaten treffen heute mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammen. Das geplante Gespräche in Brüssel soll anderthalb Stunden dauern. Die EU will Netanjahu davon überzeugen, trotz der jüngsten Entwicklungen wieder Friedensgespräche mit den Palästinensern aufzunehmen. Ziel sollte aus Sicht der Minister eine Zwei-Staaten-Lösung sein, bei der Jerusalem Hauptstadt beider Seiten sein kann. US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem einseitig als Hauptstadt Israels anerkannt.
 
 
 

Größtes Feuer in Südkalifornien wächst wieder

 
Kalifornien kämpft weiter gegen die Flammen: Das Feuer im Bezirk Ventura County soll sich wieder ausgebreitet haben. Es sei um 200 Quadratkilometer gewachsen und damit der fünftgrößte Flächenbrand in der neueren Geschichte des US-Bundesstaates, schreibt die ?Los Angeles Times?. 5000 weitere Menschen wurden aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Nur zehn Prozent des Feuers seien unter Kontrolle, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Behördenangaben.
 
 
 

Millionenfache Befristungen auf dem Jobmarkt

 
Die Zahl der befristet Beschäftigten in Deutschland hat innerhalb der vergangenen 20 Jahre um mehr als eine Million zugenommen - auf rund 2,8 Millionen im vergangenen Jahr. Das geht aus einer Antwort des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linken-Politikerin Sabine Zimmermann hervor. Berücksichtigt wurden alle abhängig Beschäftigten ab 25 Jahren. Jüngere Arbeitnehmer im Übergang von Schule oder Hochschule zum Arbeitsmarkt flossen nicht ein. Zimmermann forderte einen Stopp des ?Befristungsirrsinns?.
 
 
 

Schnee und Eis sorgen für Chaos auf den Straßen

 
Der Wintereinbruch hat in vielen Teilen Deutschlands zu chaotischen Zuständen geführt. In einigen Regionen zählte die Polizei in der Nacht Hunderte Einsätze. Allein in Leipzig wurden innerhalb von vier Stunden etwa 100 Verkehrsunfälle gemeldet. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Die Bahn sperrte die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main. Fernverkehrszüge wurden umgeleitet. Die Strecke soll am Morgen wieder frei sein. Verspätungen im Regionalverkehr erwartet die Bahn noch in Norddeutschland.
 
 
 

De Maizière: Deutschland ist sicherer geworden

 
Ein Jahr nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sieht Innenminister Thomas de Maizière Fortschritte im Kampf gegen den Terrorismus. Deutschland sei sicherer geworden?, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Man habe etliche Maßnahmen ergriffen: beim Abschiebungsrecht, beim Ausweisungsrecht, bei der Führung gemeinsamer Dateien in Europa. Außerdem gebe es mehr Personal, neue Organisation und bessere Ausrüstung der Polizeien. Am 19. Dezember 2016 hatte der Attentäter Anis Amri mit einem gestohlenen Lastwagen 12 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt.
 
 
 

Woche der GroKo-Vorentscheidung: SPD sieht Merkel am Zug

 
Vor ersten Gesprächen über eine mögliche Neuauflage der großen Koalition drängt die SPD die Union zu Zugeständnissen. Am Ende dürfe es inhaltlich kein Wischiwaschi geben. Sonst lohne es sich nicht, in irgendeiner Form vier Jahre zusammenzuarbeiten, sagte der Sprecher des linken Flügels, Matthias Miersch der ?Berliner Zeitung?.
 
 
 

Prozess gegen Angreifer auf Istanbuler Club beginnt

 
Knapp ein Jahr nach dem Terrorangriff auf den Istanbuler Club Reina in der Silvesternacht beginnt heute in der Türkei der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter. Der Usbeke Abdulkadir Mascharipow muss sich vor dem Gericht am Gefängnis in Silivri nahe Istanbul unter anderem wegen 39-fachen Mordes und des Versuchs, die verfassungsmäßige Ordnung zu stürzen, verantworten. Dafür fordert die Staatsanwaltschaft 40 mal lebenslange Haft. Zudem stehen 56 mutmaßliche Komplizen vor Gericht.
 
 
 

Minister sprechen mit Siemens-Managern über Stellenabbau

 
Um die Zukunft der deutschen Siemens-Werke geht es heute bei einem Treffen mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in Berlin. An dem Gespräch nehmen drei Vertreter des Siemens-Managements sowie Wirtschaftsminister aus Bundesländern mit Siemens-Standorten teil. Der Elektrokonzern hatte angekündigt, weltweit 6900 Stellen wegen schlechter Auftragslage in der Kraftwerkssparte abbauen zu wollen, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Zwei Standorte im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden.
 
 
 

Fünf Verletzte bei Baumsturz auf Kinderkarussell

 
Auf dem Weihnachtsmarkt in Eschweiler bei Aachen ist ein 15 Meter hoher Baum auf ein Kinderkarussell gestürzt. Fünf Erwachsene wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer. Kinder wurden nicht verletzt. Der Baumstamm sei oberhalb einer Verankerung abgebrochen, als auf dem Weihnachtsmarkt gerade starker Wind wehte, sagte ein Polizeisprecher. Nun werde ermittelt, ob der Baumstamm wegen der Windböen nachgegeben habe oder ob ein Fehler beim Aufstellen des Baums gemacht worden sei.
 
 
 

Arzt wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen vor Gericht

 
Wegen sexuellen Missbrauchs von drei Patientinnen muss sich ein Arzt aus dem bayerischen Feuchtwangen von heute an vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 63 Jahre alten Mediziner vor, das entstandene Vertrauensverhältnis zu seinen psychisch labilen Patientinnen ausgenutzt zu haben, um mit ihnen Sex zu haben - teilweise ohne die Frauen zu behandeln. Die Taten sollen in der Praxis oder den Wohnungen der Frauen passiert sein. Der Beschuldigte hat die Vorwürfe eingeräumt. Ihm droht eine Haftstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren.
 
 
 

Unicef: Digitalisierung droht Ungleichheiten zu verschärfen

 
Die Digitalisierung bedeutet für Kinder weltweit Chancen, aber auch Risiken und Gefahren. Mit dem Internet drohten sich bestehende soziale und ökonomische Ungleichheiten weiter zu verschärfen, heißt es im Unicef-Jahresbericht ?Kinder in einer digitalen Welt?. Es bestehe eine digitale Kluft. Einer von drei Internetnutzern sei heute jünger als 18 Jahre. Zugleich hätten aber 29 Prozent der jungen Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren - vor allem in Afrika und arabischen Staaten - keinen Internetzugang.
 
 
 

Rüstungsfirmen verkaufen wieder mehr Waffen

 
Angesichts zunehmender politischer Spannungen sind im vergangenen Jahr weltweit wieder mehr Waffen verkauft worden. Der Umsatz der 100 größten Rüstungsunternehmen mit Waffen und militärischen Dienstleistungen stieg auf rund 375 Milliarden Dollar. Das teilte das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm mit. Es ist der erste Anstieg nach fünf Jahren mit sinkenden Zahlen. Mehr als zwei Drittel der Rüstungseinnahmen gingen an amerikanische Unternehmen.
 
 
 

Theologe widerspricht Papst-Kritik an Vaterunser-Übersetzung

 
Ein Bochumer Theologe hat der Kritik von Papst Franziskus an der Übersetzung des Vaterunser widersprochen. Seit Martin Luther sei die deutsche Übersetzung des Vaterunsers ein und dieselbe. Sie sei präzise und tief, sagte Thomas Söding, Professor an der Ruhr-Universität, dem ?Kölner Stadtanzeiger?. Papst Franziskus hatte die Übersetzung des Vaterunser in mehreren Sprachen bemängelt. Die Bitte ?Und führe uns nicht in Versuchung?, wie sie etwa im Deutschen und Italienischen lautet, sei ?keine gute Übersetzung?. ?Lass mich nicht in Versuchung geraten?, träfe es besser, sagte Franziskus.
 
 
 

Innenminister de Maizière verurteilt Gewalt bei Anti-Israel-Protesten

 
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat das Verbrennen israelischer Fahnen bei Anti-Israel-Protesten in Berlin scharf verurteilt. Deutschland sei ?dem Staat Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens in ganz besonderer Weise verbunden?, sagte er der ?Bild?-Zeitung. ?Wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel auf diese beschämende Weise beleidigt werden.? Bei einer Demo, die sich gegen die von den USA verkündete Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels richtete, waren am Freitag am Brandenburger Tor israelische Flaggen verbrannt worden.
 
 
 

Regionalwahl auf Korsika: Nationalisten feiern Sieg

 
Die Nationalisten gehen als klare Sieger aus der Regionalwahl auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika hervor. Die von Gilles Simeoni angeführte Liste kam auf 56,5 Prozent der Stimmen, wie französische Medien übereinstimmend berichteten. Der Sieg wird als richtungsweisend für das bislang schwierige Verhältnis der Insel zum französischen Zentralstaat gewertet. Mit dem klaren Sieg dürften ihre Forderungen nach mehr Autonomie neues Gewicht bekommen.
 
 
 

Berliner Polizei findet 200 Schuss Munition in Charlottenburg

 
Die Berliner Polizei hat in einer Tiefgarage in Charlottenburg eine größere Menge Munition gefunden. Der Mieter eines Stellplatzes hatte den Fund gemeldet. Dabei handelte es sich um 200 Schuss neuwertiger Munition, Kaliber 7.65. Der Fundort befand sich in der Nähe des Weihnachtsmarkts am Schloss Charlottenburg - nach Ansicht der Polizei ist das aber vermutlich eher ?Zufall?. Nach ersten Erkenntnissen habe der Fund nichts mit einem möglichen Anschlag zu tun. Die Polizei suchte das Gelände auch mit Sprengstoffspürhunden ab. Weitere Munition wurde aber nicht entdeckt.
 
 
 

Besorgnis in aller Welt nach Trumps Jerusalem-Entscheidung

 
Die Weltgemeinschaft hat mit größter Besorgnis auf den historischen Alleingang Donald Trumps zur Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels reagiert. Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler sehen in der Entscheidung Trumps eine große Gefahr für den Friedensprozess in Nahost. Der US-Verbündete Saudi-Arabien rief die USA auf, die Entscheidung zurückzunehmen. Die Nato-Partner Frankreich und Großbritannien als Vetomächte sowie weitere Mitglieder des UN-Sicherheitsrates beantragten eine Sondersitzung des Gremiums in New York. Sie soll bereits am morgigen Freitag stattfinden.
 
 
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