Kieler ?Jamaika?-Koalitionsvertrag unterzeichnet

 
Die Spitzen von CDU, Grünen und FDP in Schleswig-Holstein haben in Kiel den Koalitionsvertrag offiziell unterzeichnet. Zuvor hatten die drei Parteien den Weg dafür freigemacht, per Mitgliederentscheid oder Parteitagsbeschluss. Morgen will sich der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten wählen lassen. Die neuen Koalitionspartner verfügen im Parlament über 44 der 73 Mandate.
 
 
 

Union: Abstimmung über Ehe für alle nicht diese Woche

 
Die Spitze der Unionsfraktion hat sich gegen eine rasche Abstimmung über die völlige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften noch vor der Bundestagswahl ausgesprochen. ?Es besteht keine Notwendigkeit für eine überstürzte Entscheidung?, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer. Man sei sich bisher mit der SPD einig gewesen, in dieser Legislaturperiode bei diesem Thema keine Entscheidung zu treffen. Kanzlerin Angela Merkel war am Abend vom klaren Nein der CDU zur gleichgeschlechtlichen Ehe abgerückt.
 
 
 

Kreise: SPD erwägt Abstimmung über Homo-Ehe noch diese Woche

 
Nach dem Abrücken von Kanzlerin Angela Merkel vom Nein zur Homo-Ehe erwägt die SPD, die Union noch in dieser Woche im Bundestag zum Schwur aufzufordern. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus SPD-Kreisen erfuhr, gibt es gewichtige Stimmen in der Partei, die fordern, die CDU-Chefin Merkel beim Wort zu nehmen und eine ?Gewissensentscheidung? im Bundestag herbeizuführen. Der Meinungsbildungsprozess bei den Sozialdemokraten sei aber noch nicht abgeschlossen, hieß es in den SPD-Kreisen. Auch Grüne und Linke sind für die gleichgeschlechtliche Ehe.
 
 
 

US-Umfrage: Image der Vereinigten Staaten leidet unter Trump

 
Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat das Image der Vereinigten Staaten im Ausland gelitten. Das geht aus einer Erhebung des Forschungszentrums Pew Research in Washington hervor. Demnach haben nur 22 Prozent der in 37 Ländern befragten Menschen Vertrauen in Trumps Außenpolitik. Unter seinem Vorgänger Barack Obama seien es zum Ende von dessen Amtszeit noch 64 Prozent gewesen. Laut der Umfrage genießt Trump nur in Russland und Israel ein größeres Vertrauen als Obama.
 
 
 

Löw startet geheime Vorbereitung auf Mexiko

 
Nach einem trainingsfreien Tag startet Joachim Löw mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in die Vorbereitung auf das Confed-Cup-Halbfinale gegen Mexiko. Am Vormittag wird der Weltmeister in Sotschi auf dem Trainingsplatz neben dem WM-Stadion ein erstes Geheimtraining absolvieren. Der Bundestrainer möchte sich vor der Partie am Donnerstag aber nicht beobachten lassen. Nur beim Aufwärmen in den ersten 15 Minuten sind die Medien als Beobachter zugelassen, danach wird im Geheimen geübt.
 
 
 

Messungen: Zu hoher CO2-Ausstoß bei zwei Diesel-Modellen

 
In amtlichen Nachmessungen von Diesel-Autos ist bei zwei Modellen ein zu hoher CO2-Ausstoß festgestellt worden. Bei einem nicht mehr produzierten Opel Zafira mit 1,6-Liter-Motor lagen die Emissionen höher als die zulässige Toleranzschwelle von vier Prozent über dem genehmigten Wert. Das geht aus einem neuen Bericht der Untersuchungskommission des Bundesverkehrsministeriums hervor, die nach dem VW-Abgasskandal eingesetzt wurde. Opel sei daher vom Kraftfahrt-Bundesamt zu einer Umrüstung aufgefordert worden. Außerdem überschritt ein nicht mehr produziertes Modell eines Smart Fortwo die Schwelle.
 
 
 

Priester wünscht Kohls Familie bei Totenmesse Versöhnung

 
Bei einer Totenmesse von Bundestagsabgeordneten für den gestorbenen Altkanzler Helmut Kohl in Berlin hat der Geistliche der zerstrittenen Familie Kohl Versöhnung gewünscht. ?Wir wünschen uns allen, dass sie untereinander Versöhnung und Frieden erfahren?, sagte Prälat Karl Jüsten in seiner Predigt am Morgen. Die Unionsfraktion im Bundestag hatte zu der Totenmesse in der St. Hedwigs-Kathedrale eingeladen. Neben Kanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kabinettsmitgliedern nahm auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil.
 
 
 

USA drohen mit Vergeltung für syrischen Chemiewaffenangriff

 
Die Vereinigten Staaten haben nach eigenen Angaben Hinweise vorliegen, dass die syrische Regierung womöglich ?einen weiteren Chemiewaffen-Angriff? vorbereitet. Sollte es dazu kommen, würde dies wahrscheinlich ?den Massenmord an Zivilisten? bedeuten, darunter unschuldige Kinder, teilte das Weiße Haus mit. In diesem Fall würden Präsident Baschar al-Assad und sein Militär ?einen hohen Preis? dafür zahlen.
 
 
 

Mietpreise für Studierende meist weit über Wohnpauschale

 
Die Bafög-Wohnkostenpauschale von 250 Euro für Studierende reicht nach einer aktuellen Untersuchung bei weitem nicht für die durchschnittliche Monatsmiete. Schon ein Platz in einer Wohngemeinschaft kostet laut Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts in Kooperation mit dem Immobilienportal ?WG-Gesucht.de? derzeit im Schnitt 353 Euro. Teuerster Standort ist München mit 570 Euro vor Frankfurt/Main mit 450 Euro. Wer in den Hochschulstädten eine Wohnung für sich allein mieten will, muss noch mehr bezahlen.
 
 
 

Weiter Milliardenschäden durch Ladendiebe

 
Ladendiebe haben auch im vergangenen Jahr Milliardenschäden im deutschen Einzelhandel angerichtet. Mit rund 3,4 Milliarden Euro lagen diese auf dem Niveau des Vorjahres, heißt es in einer Studie des Kölner Forschungsinstituts EHI zu der heute stattfindenden Konferenz ?Inventurdifferenzen und Sicherheit?. Mit rund 2,26 Milliarden Euro entfiel demnach ein Großteil auf unehrliche Kunden. Waren im Wert von rund 820 Millionen Euro verschwanden zudem widerrechtlich in den Taschen von Mitarbeitern. Servicekräfte entwendeten Produkte im Wert von etwa 300 Millionen Euro.
 
 
 

UN verkünden vollständige Entwaffnung der Farc-Guerilla

 
Historischer Meilenstein in Kolumbien: Nach über 50 Jahren des bewaffneten Kampfes hat die Farc-Guerilla alle Waffen den Vereinten Nationen übergeben. Die 6800 Kämpfer hätten alle zuvor registrierten 7132 Waffen übergeben, teilten die UN mit. Für heute ist ein offizieller Festakt zur symbolischen Beendigung der Waffenabgabe geplant. Die Waffen sollen eingeschmolzen und so als Baumaterial verwendet werden für Friedensmahnmale in Kolumbien, in New York am Sitz der Vereinten Nationen und in Havanna, dem Ort der fast vierjährigen Friedensverhandlungen.
 
 
 

EU-Staaten nehmen Türkei mehr Flüchtlinge ab als vereinbart

 
Die EU-Staaten nehmen laut ?Bild?-Zeitung fünfmal so viele Migranten aus der Türkei auf wie im Flüchtlingsdeal mit Ankara vereinbart. Dies gehe aus neuen Zahlen der EU-Kommission hervor, berichtete die Zeitung. Danach wurden seit Inkrafttreten der Vereinbarung mit Ankara am 20. März 2016 insgesamt 1210 Migranten, die über die Türkei auf die griechischen Inseln gelangt sind, wieder in die Türkei zurückgeschickt. Im gleichen Zeitraum hätten die EU-Staaten aber 6254 Syrer aus der Türkei auf bisher 15 EU-Länder verteilt. 2270 davon kamen demnach allein nach Deutschland.
 
 
 

Europol: Terrorgefahr in Europa steigt

 
Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor neuen Terroranschlägen in Europa. ?Die Terrorgefahr in Europa ist die höchste, die wir seit einer Generation hatten, die höchste der vergangenen 20 Jahre. Und sie steigt auch noch, darauf haben wir Hinweise?, sagte Europol-Chef Rob Wainwright der ?Neuen Osnabrücker Zeitung?. Nach Einschätzung Wainwrights ist das Treffen der G20-Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg ?natürlich ein potenzielles Ziel für Terroristen wie jedes andere wichtige öffentliche Event?. Die deutschen Behörden seien vorbereitet.
 
 
 

Ehe für alle: Merkel will ?Gewissensentscheidung?

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist vom klaren Nein der CDU zur gleichgeschlechtlichen Ehe abgerückt. Die CDU-Chefin erklärte am Abend in Berlin, sie wünsche sich eine Diskussion, die ?eher in Richtung einer Gewissensentscheidung geht?. Bei einer Abstimmung im Bundestag ohne Fraktionszwang gilt eine Mehrheit für die Ehe für alle als sicher. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat Merkel die Linie mit CSU-Chef Horst Seehofer abgesprochen. Mit Merkels Abrücken von der bisherigen Linie könnte eine wichtige Hürde für eine Koalitionsbildung nach der Bundestagswahl fallen.
 
 
 

US-Schauspieler Alec Baldwin will Trump-Parodie fortführen

 
US-Schauspieler Alec Baldwin will seine gefeierte Parodie von US-Präsident Donald Trump für die Satireshow ?Saturday Night Live? fortsetzen. ?Ich glaube, die Zuschauer hatten Spaß daran?, sagte Baldwin dem US-Sender CNN bei der Vorstellung seines neuen Spielfilms ?Blind? in New York. Er bestätigte seine Rückkehr als Trump-Darsteller im Herbst. Baldwin verkörperte seit dem Wahlkampf für ?Saturday Night Live? mit blonder Perücke und orangefarbenem Makeup häufig Trump - mitsamt dessen berüchtigter Rhetorik. Er bekamt dafür viel Lob - außer vom US-Präsidenten selbst.
 
 
 

Nord-Parteien wollen Koalitionsvertrag unterzeichnen

 
Knapp zwei Monate nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein wollen die Spitzen von CDU, Grünen und FDP jeute Vormittag in Kiel den Koalitionsvertrag unterzeichnen. Es ist das zweite ?Jamaika?-Bündnis auf Länderebene nach dem Saarland. Die Wahl von CDU-Landeschef Daniel Günther zum neuen Ministerpräsidenten ist für morgen geplant. Sein Bündnis verfügt über 44 der 73 Sitze im Landtag. Die CDU stellt künftig drei Minister, Grüne und FDP je zwei.
 
 
 

US-Handelsminister Ross zu Gesprächen in Berlin

 
Vor dem G20-Gipfel der Top-Wirtschaftsmächte kommt US-Handelsminister Wilbur Ross heute zu Gesprächen nach Berlin. Beim Treffen mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries geht es um den schwelenden Handelskonflikt mit den USA sowie drohende Strafen gegen europäische und deutsche Stahlproduzenten. Im März hatten die USA Dumping-Vorwürfe erhoben. Noch im Juni wollte Ross zudem einen Bericht zur Frage vorlegen, ob Stahlimporte auch aus der EU als Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA eingestuft werden können. Die Bundesregierung weist die Vorwürfe zurück.
 
 
 

Neugewähltes französisches Parlament kommt erstmals zusammen

 
Die neugewählte französische Nationalversammlung kommt heute erstmals in Paris zusammen. Die 577 Abgeordneten werden ihre Vorsitzende oder ihren Vorsitzenden wählen. Es gibt drei Kandidaten, zwei von ihnen sind Frauen. Stärkste Kraft in der ersten Parlamentskammer ist seit der Wahl von Mitte Juni die Partei La République en Marche des sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron. Rund drei Viertel der Parlamentarier sind Neulinge in der Assemblée Nationale.
 
 
 

Was ist dran am Siebenschläfertag?

 
?Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag? - so lautet zumindest eine Bauernregel für den 27. Juni, den Siebenschläfertag. Pech, dass der Deutsche Wetterdienst in diesem Jahr für den 27. Juni vor allem Regen, Gewitter und stürmische Böen prognostiziert. Sind jetzt sieben Wochen Regen angesagt? Die Experten können beruhigen: Entscheidend für den weiteren Sommerverlauf sei der gesamte Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli. Wenn in diesem Zeitraum schlechtes Wetter überwiegt, sei die Wahrscheinlichkeit für einen zu kühlen und feuchten Somer tatsächlich hoch, heißt es.
 
 
 

Neunjähriger bei Unfall mit Tretroller schwer verletzt

 
Ein neunjähriger Junge ist mit seinem Tretroller im Sauerland gegen ein fahrendes Auto geprallt und schwer verletzt worden. Das Kind war gestern Abend mit seinem Scooter eine abschüssige Straße in der Gemeinde Wenden hinunter gefahren, wie die Polizei mitteilte. An einer Querstraße konnte es nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte gegen die Seite eines vorbeifahrenden Autos. Der Junge erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
 
 
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