EU-Kommissar Oettinger warnt Italien vor Euro-Krise

 
EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hat die künftige italienische Regierung davor gewarnt, eine neue Euro-Krise auszulösen. Der Rettungsmechanismus ESM könnte eine so große Volkswirtschaft wie Italien kaum stabilisieren, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daher hoffe er, dass die Regierungsparteien eine große Lernkurve machen. Hintergrund ist die Sorge vor Mehrausgaben der neuen Regierung aus den populistischen Parteien Lega und Fünf Sterne - trotz der hohen Verschuldung des Landes.
 
 
 

89 Rechtsextreme und 24 Islamisten seit 2011 in Bundeswehr entdeckt

 
In der Bundeswehr sind in den vergangenen Jahren einem Medienbericht zufolge 89 Rechtsextremisten und 24 Islamisten entdeckt worden. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Von den rechtsextremen Fällen stammten 67 aus der Zeit vor der Aussetzung der Wehrpflicht am 1. Juli 2011. Von den bestätigten Fällen seien 86 Angehörige der Bundeswehr entlassen worden. Gegen drei verbliebene Soldaten liefen aktuell gerichtliche und truppendienstgerichtliche Verfahren.
 
 
 

Fischer fangen Weißen Hai im Mittelmeer

 
Vor der Küste der tunesischen Ferieninsel Djerba ist Fischern ein Weißer Hai ins Netz gegangen. Der mehr als 780 Kilogramm schwere Hai sei rund 65 Kilometer von der Küste entfernt als Beifang im Netz gelandet, berichtete ein Fischer aus der Stadt Zarzis der dpa. Bereits vor zwei Jahren hatten Fischer aus dem Touristenort Sousse einen riesigen Weißen Hai gefangen. In Fotos und Videos, die unter anderem die Küstenwache des nordafrikanischen Urlaubslandes am Freitag verbreitete, ist zu sehen, wie das Tier mit Hilfe eines Krans im Hafen von einem Boot gehoben und in einen Lastwagen geladen wurde.
 
 
 

Iren stimmen für Lockerung des Abtreibungsverbots

 
Beim Abtreibungsreferendum in Irland zeichnet sich eine große Mehrheit für eine Lockerung des strikten Verbots von Schwangerschaftsabbrüchen ab. Einer Nachwahlbefragung im Auftrag der ?Irish Times? zufolge stimmten rund 68 Prozent der Wähler für die Streichung eines Verfassungsartikels, der Schwangerschaftsabbrüche faktisch unmöglich gemacht hatte. Der Befragung zufolge stimmten vor allem junge Wähler und Frauen mit überwältigender Mehrheit für die Lockerung des Abtreibungsverbots.
 
 
 

Architekturbiennale in Venedig öffnet für Besucher

 
Die Architekturbiennale in Venedig öffnet am Samstag für Besucher. Die 16. Ausgabe der internationalen Schau steht unter dem Motto ?Freespace? und dauert bis Ende November. Am Samstag findet auch die Preisverleihung statt. Die Hauptausstellung wird kuratiert von den irischen Architektinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara. Der deutsche Beitrag, der bereits am Freitag eingeweiht wurde, befasst sich mit der Geschichte der deutschen Teilung und dem Prozess ihrer Überwindung 28 Jahre nach dem Mauerfall.
 
 
 

Eltern gehen in Berlin für mehr Kitaplätze auf die Straße

 
Eltern und ihre Kinder gehen am Samstag in Berlin für mehr Kita-Plätze und eine bessere Qualität der Betreuung auf die Straße. Geplant ist eine Demonstration vom Bahnhof Friedrichstraße zum Brandenburger Tor, wo es eine Abschlusskundgebung geben soll. Die Veranstalter - ein Elternbündnis - rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmern. In Berlin gibt es laut Familienverwaltung rund 170 000 Plätze in Kitas und Tagespflege. Obwohl sich diese Zahl in den vergangenen Jahren stetig erhöht hat, fehlen momentan unterm Strich etwa 2500 Plätze.
 
 
 

Trump: Nordkorea-Gipfel könnte auch am 12. Juni stattfinden

 
Nach seiner Absage des für den 12. Juni geplanten Gipfels mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hält US-Präsident Donald Trump ein Treffen doch an diesem Datum wieder für möglich. Nordkorea sei sehr an dem Treffen interessiert. ?Wir würden es gerne machen. Wir werden sehen, was passiert. Es könnte auch der 12. Juni sein?, sagte Trump Reportern vor dem Weißen Haus. Am Donnerstag hatte er Kim per Brief über seine Absage des Gipfels in Singapur informiert. ?Jeder spielt Spiele?, sagte Trump.
 
 
 

Protest gegen Verhandlungen mit IWF in Argentinien

 
Zehntausende Argentinier haben gegen Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds protestiert. Gewerkschaften, Anhänger der Ex-Staatschefin Cristina Kirchner und linke Parteien hatten zu der Kundgebung in Buenos Aires aufgerufen. ?Wir lehnen die Vereinbarungen der Regierung mit dem IWF und die Abhängigkeit von der politischen und wirtschaftlichen Großmächten ab?, hieß es in einem auf der Kundgebung verlesenen, gemeinsamen Dokument der Organisatoren.
 
 
 

Putin fordert gemeinsame Untersuchung mit London zu Skripal

 
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine gemeinsame britisch-russische Untersuchung des Giftanschlags auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal gefordert. Nur dann sei eine objektive Aufklärung möglich, aber London lehne diese Moskauer Forderung bislang ab, sagte Putin bei einem Treffen mit führenden internationalen Nachrichtenagenturen, darunter der dpa. Die britische Regierung wirft Moskau vor, hinter dem Anschlag auf Skripal und dessen Tochter Julia von Anfang März zu stehen.
 
 
 

Ariana Grande lässt sich zum Gedenken Bienen-Tattoo stechen

 
US-Popsängerin Ariana Grande (24) hat sich ein Jahr nach dem Terroranschlag auf ihr Konzert im britischen Manchester ein Bienen-Tatoo stechen lassen. Auf Instagram veröffentlichte sie ein Foto der Tätowierung hinter ihrem linken Ohr. Die Biene ist ein Symbol für Manchester. Wahrscheinlich geht das Motiv auf die fleißigen Arbeiter in den Textilfabriken von Manchester während der industriellen Revolution zurück. Bei dem Anschlag am 22. Mai 2017 waren durch einen Sprengsatz 22 Konzertbesucher getötet worden, darunter viele Jugendliche.
 
 
 

Russland bedauert Doping - Brief an die WADA

 
Russland hat in einem Schreiben an die Welt-Anti-Doping-Agentur erstmals Doping eingestanden, ein staatlich gelenktes Manipulationssystem aber weiterhin nicht bestätigt. ?Die ernsthafte Krise, die den russischen Sport belastet hat, wurde von inakzeptablen Manipulationen des Anti-Doping-Systems verursacht, die von Untersuchungen unter der Federführung der WADA und des IOC aufgedeckt wurden?, heißt es in einem Brief, aus dem die französische Sportzeitung ?LEquipe? zitiert.
 
 
 

Christoph Maria Herbst erhält Münchhausen-Preis

 
Der Schauspieler Christoph Maria Herbst (52) erhält in diesem Jahr den Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder. Herbst wurde unter anderem durch die Titelrolle in der TV-Serie ?Stromberg? bekannt. In der Begründung der Jury hieß es, Herbst zeichne sich durch seine vielfältigen markanten Rollen aus. Der Münchhausen-Preis erinnert an den als Lügenbaron bekannten Hieronymus von Münchhausen. Die mit 2556 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1997 vergeben. Frühere Preisträger waren unter anderem Dieter Hildebrandt, Rudi Carrell und zuletzt Dieter Nuhr.
 
 
 

Neuer EU-Datenschutz - Beschwerden gegen Facebook und Google

 
Nach zweijähriger Übergangsfrist, viel Anerkennung, aber auch Sorge und Kritik gelten nun einheitliche Datenschutz-Regeln in Europa. Durch die Datenschutzgrundverordnung sollen künftig alle EU-Bürger die Hoheit über ihre Daten zurückgewinnen. Sie setze ?einen weltweiten Datenschutz-Standard?, sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourovà. Aus Wirtschaft und Politik hatte es allerdings viel Kritik an dem Regelwerk gegeben. Wenige Stunden nach Inkrafttreten gingen erste Verbraucher-Beschwerden über Facebook und Google bei den Aufsichtsbehörden ein.
 
 
 

EU-Länder einigen sich auf strengere Kreditregeln für Banken

 
Zum Schutz vor künftigen Finanzkrisen sollen Banken in Europa nach dem Willen der EU-Finanzminister robuster werden. Auf einen entsprechenden Kompromiss einigten sie sich in Brüssel. Damit soll sichergestellt werden, dass Banken nicht übermäßig Kredite vergeben, ohne über ausreichende Mittel zu verfügen. Die Einigung muss nun in Verhandlungen mit dem Europaparlament festgezurrt werden. Sie könnte auch den Weg zu weitergehenden Reformen in Europa ebnen. Fortan soll den Finanzministern zufolge unter anderem eine Verschuldungsquote von drei Prozent gelten.
 
 
 

Weitere Schwerverletzte stirbt nach Flugzeugabsturz in Kuba

 
Nach dem Flugzeugabsturz in Kuba ist eine weitere Schwerverletzte gestorben. Die 40-Jährige sei in der Nacht ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Den Ärzten in der Klinik General Calixto García in Havanna sei es nicht gelungen, das Leben der Frau zu retten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 112. Insgesamt hatten in der vergangenen Woche drei Frauen den Absturz der Boeing 737 kurz nach dem Start überlebt. Nach dem Tod zweier Verletzter ringen die Ärzte nun noch immer um das Leben einer Frau. Die Unglücksursache wird noch untersucht.
 
 
 

Hollywood-Mogul Weinstein wegen Vergewaltigung angeklagt

 
Der einstige Hollywood-Mogul Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe vor einem Gericht in New York angeklagt worden. Weinstein würde unter anderem Vergewaltigung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ihr zufolge geht es um Vorfälle aus den Jahren 2013 und 2004. Weinsteins Anwalt betonte, sein Klient sei unschuldig. Die Kaution wurde auf eine Million Dollar festgesetzt. Weinstein bekomme ein Überwachungsgerät, hieß es weiter. Er habe seinen Pass abgegeben und müsse um Erlaubnis bitten, wenn er die US-Bundesstaaten New York und Connecticut verlassen wolle.
 
 
 

Dax erholt sich etwas von jüngstem Kursrutsch

 
Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach zwei Verlusttagen wieder etwas gefangen. Die besonnene Reaktion Nordkoreas auf die Absage des Atomgipfels durch US-Präsident Donald Trump habe die Stimmung ein wenig aufgehellt, hieß es. Der Dax schloss 0,65 Prozent höher bei 12 938,01 Punkten, nachdem er vormittags kurz die Marke von 13 000 Punkten überschritten hatte. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1675 US-Dollar fest.
 
 
 

Ungarn plant Demonstrationsverbot vor Politiker-Villen

 
Mit einer Verfassungsänderung will das ungarische Parlament erreichen, dass vor Politiker-Villen keine Proteste mehr abgehalten werden dürfen. ?Im Interesse des Schutzes des Privatlebens wollen wir das Prinzip festhalten, dass man die Menschen in ihrem Heim nicht belästigen darf?, erklärte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Rundfunk. Die Meinungsfreiheit habe dort ihr Ende, wo Menschen zu Hause nicht mehr ihre Ruhe haben, fügte der rechtsnationale Politiker hinzu.
 
 
 

Demonstranten blockieren Polizei wegen Abschiebung

 
Mehr als 100 Demonstranten aus dem linken Spektrum haben in Göttingen versucht, die Abschiebung eines aus Simbabwe stammenden Flüchtlings zu verhindern. Sie versperrten die Zufahrten zum Polizeigebäude, wo sich der 33-Jährige in Gewahrsam befand. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Polizisten: Zwei Beamte hätten Verletzungen erlitten, berichtete eine Polizeisprecherin. Rechtsanwalt Sven Adam sagte, auch mehrere Demonstranten seien verletzt worden. Der Flüchtling wurde nach Norwegen abgeschoben, wo er zuerst um Asyl gebeten hatte.
 
 
 

Heil für digitale Agenda der Regierung binnen eines Jahres

 
Arbeitsminister Hubertus Heil hat die Koalition zu mehr Ehrgeiz bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft aufgerufen. ?Wir sollten binnen eines Jahres eine ambitionierte digitale Agenda hinbekommen?, sagte Heil der dpa in Berlin. ?Die Koalition hat sich hier viel Gutes vorgenommen?, so der SPD-Politiker. ?Aber ich wünsche mir, dass wir ehrgeiziger werden.? Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag beispielsweise versprochen, die Gigabit-Netze in alle Regionen zu bringen und eine bürgernahe, digitale Verwaltung zu schaffen.
 
 
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