Fünfjähriges Mädchen erwischt Taschendiebe

 
Ein aufmerksames Mädchen hat in Berlin zwei Taschendiebe auffliegen lassen. Die Fünfjährige hatte mit ihrer Mutter einen Zug am Berliner Hauptbahnhof bestiegen. Während ein Mann der Mutter seine Hilfe anbot und ihren Koffer trug, griff eine Komplizin ihr in die Handtasche und stahl ihre Geldbörse. Die kleine Tochter beobachtete das und alarmierte ihre Mutter. Die Diebin ließ daraufhin die Beute fallen und flüchtete. Ein Zugbegleiter hielt den mutmaßlichen Komplizen fest. Die Bundespolizei konnte auch die mutmaßliche Partnerin identifizieren.
 
 
 

Asylstreit: Merkel bekommt zwei Wochen

 
Nur eine Atempause im Unions-Asylstreit, danach droht eine noch schärfere Eskalation: Die CSU gesteht Kanzlerin Angela Merkel in der Auseinandersetzung über eine Zurückweisung bestimmter Migranten an der Grenze eine Frist von zwei Wochen zu. Sollte Merkel aber bis nach dem EU-Gipfel Ende Juni keinen Erfolg bei bilateralen Abkommen mit anderen EU-Staaten haben, will Innenminister Horst Seehofer im nationalen Alleingang Zurückweisungen an der Grenze anordnen. Die SPD verlangte angesichts dieses Zerwürfnises der Unionsparteien die Einberufung eines Koalitionsausschusses.
 
 
 

Polizei sucht nach Gewalttod von 16-Jähriger nach Täter

 
Nach dem Gewalttod einer 16-Jährigen in Barsinghausen bei Hannover sucht die Polizei intensiv nach dem Täter und dessen Motiv. Die Getötete sei eine Jugendliche aus der niedersächsischen Kleinstadt, hieß es. Ein Sexualdelikt schlossen die Fahnder nach dem Ergebnis einer Obduktion aus. Demnach starb die 16-Jährige an heftiger Gewalt gegen den Kopf. Einzelheiten nannte die Polizei nicht. Die Tote war gestern nahe einer Grundschule entdeckt worden. Ob der Fundort auch der Tatort ist, wollten die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht sagen.
 
 
 

Asylstreit in der Union: SPD fordert Koalitionsgipfel

 
Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles fordert von Kanzlerin Angela Merkel wegen des Asylkonflikts in der Union die Einberufung eines Koalitionsgipfels. ?Das hat dem Ansehen der Politik in Deutschland geschadet und vor allem auch dem Ansehen Deutschlands in Europa?, sagte Nahles. Sie rufe den Koalitionsausschuss noch vor dem für Ende Juni geplanten EU-Gipfel an. CSU-Chef Horst Seehofer hat Merkel bis zum EU-Gipfel eine Frist für Lösungen gegeben - dann will er schon in anderen EU-Staaten registrierte Asylbewerber direkt an der Grenze nach einer Fingerabdruckkontrolle abweisen lassen.
 
 
 

Schweden schlägt Südkorea in der deutschen Gruppe mit 1:0

 
Schweden hat sein Auftaktspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit 1:0 gegen Südkorea gewonnen. Die Schweden führen damit die Gruppe F gleichauf mit Mexiko an. Am Samstagabend treffen sie in Sotschi auf Deutschland und könnten das Team von Bundestrainer Joachim Löw mit einem Sieg schon nach Hause schicken. Südkorea spielt am Nachmittag zuvor gegen Mexiko.
 
 
 

Merkel droht CSU mit Richtlinienkompetenz im Asylstreit

 
Kanzlerin Angela Merkel hat im Asylstreit der CSU mit ihrer Richtlinienkompetenz als Regierungschefin gedroht. Dies sei dann der Fall, wenn Zurückweisungen von Flüchtlingen an der Grenze ohne Abstimmungen mit EU-Partnern in Kraft gesetzt würden und ?zu Lasten Dritter? gingen. Wenn eine solche Maßnahme in Kraft gesetzt würde, wäre das eine Frage ihrer Richtlinienkompetenz, sagte Merkel mit Blick auf Innenminister Horst Seehofer. Im Grundgesetz heißt es: ?Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.?
 
 
 

Kreise: Vertriebsvorstand soll neuer Audi-Chef werden

 
Nach der Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler soll der bisher unbelastete Vertriebschef Bram Schot vorerst an die Spitze des Autobauers aufrücken. Der Audi-Aufsichtsrat muss der Personalie noch formal zustimmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Insidern. Der in den Niederlanden geborene Manager ist seit September vergangenen Jahres bei Audi. Mit Stadler war zum ersten Mal in der Dieselaffäre ein Unternehmenslenker verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm Betrug vor und erwirkte einen Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr.
 
 
 

Audi: Vertriebsvorstand soll Chefposten vorläufig übernehmen

 
Der derzeitige Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot soll bei dem Autobauer vorläufig den Chefposten vom verhafteten Rupert Stadler übernehmen. Der Audi-Aufsichtsrat muss der Personalie noch formal zustimmen, wie die Deutsche Presse-Agentur von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr.
 
 
 

Justiz wollte Zeugenbeeinflussung durch Stadler verhindern

 
Mit der Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler wollte die Staatsanwaltschaft eine mögliche Beeinflussung von Zeugen oder Beschuldigten im Dieselskandal verhindern. Seit der Einleitung des Ermittlungsverfahrens gegen Stadler habe sich beim Tatvorwurf nichts Neues ergeben, hieß es. Aber es habe Hinweise auf die Gefahr einer Verdunkelungshandlung gegeben. Und das habe zu dem Haftbefehl geführt. Stadler sei am Vormittag an seinem Wohnort festgenommen und dann der Ermittlungsrichterin vorgeführt worden. Er habe noch keine Angaben zur Sache gemacht.
 
 
 

Seehofer will vor Zurückweisungen an Grenze mit Merkel reden

 
Bundesinnenminister Horst Seehofer will, bevor er umfassende Zurückweisungen an den Grenzen tatsächlich anordnet, noch einmal mit Kanzlerin Angela Merkel und der CDU sprechen. Noch einmal zu reden, sei dann ?eine Frage des Anstandes?, sagte Seehofer nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Sollten die Verhandlungen auf EU-Ebene keine ?wirkungsgleichen? Ergebnisse bringen, will er dann aber Zurückweisungen von Migranten an den deutschen Grenzen anweisen. Vorbereitet werden soll dies schon jetzt.
 
 
 

Online-Spielsucht jetzt offiziell Krankheit

 
Gegen die Kritik vieler Wissenschaftler sieht die Weltgesundheitsorganisation Online-Spielsucht nun als eigenständige Krankheit an. In ihrem heute veröffentlichten Katalog der Krankheiten steht Online-Spielsucht unter anderen Suchtkrankheiten. Ärzte können sich bei Diagnosen an den im Katalog beschriebenen Symptomen orientieren. Krankenkassen ziehen ihn oft als Grundlage für ihre Erstattungen von Behandlungen heran. Kritiker fürchten, dass Menschen, die viel online spielen, plötzlich als therapiebedürftig eingestuft werden könnten.
 
 
 

Merkel: Migrationsfrage kann nur europäisch gelöst werden

 
Kanzlerin Angela Merkel hat im Asylstreit mit der CSU die Notwendigkeit einer europäischen Lösung betont. Die Migrationsfrage könne nur europäisch gelöst werden, sagte Merkel in Berlin. Sie selbst habe vorgeschlagen, bis zum EU-Gipfel Ende Juni daran zu arbeiten. Insofern sei es ?erfreulich?, dass Innenminister Horst Seehofer darauf eingehe. Unabgestimmte Zurückweisungen von Migranten an der deutschen Grenze könnten das europäische Einigungswerk gefährden, sagte sie.
 
 
 

Seehofer will erste Zurückweisungen sofort veranlassen

 
Bundesinnenminister Horst Seehofer will ab sofort Ausländer, die eine Einreisesperre oder ein Aufenthaltsverbot in Deutschland haben, nicht mehr einreisen lassen. Er werde die Bundespolizei nach seiner Rückkehr nach Berlin entsprechend anweisen, sagte Seehofer nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Es sei unerklärlich, dass Menschen mit Einreisesperre trotzdem einreisen könnten. ?Im Grunde ist das ein Skandal?, sagte er. Das könne man niemandem erklären.
 
 
 

Merkel: Kein Automatismus für Zurückweisungen an Grenze

 
Kanzlerin Angela Merkel lehnt einen automatischen Start von Zurückweisungen bestimmter Migranten an der deutschen Grenze nach den EU-Verhandlungen Ende Juni ab. Die CDU wolle nach den Gesprächen in Brüssel zunächst am 1. Juli in Präsidium und Bundesvorstand beraten und dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Es gebe also keinen Automatismus. Die CSU hatte zuvor beschlossen, dass mit umfassenden Zurückweisungen von Migranten an den Grenzen begonnen werden soll, wenn auf dem EU-Gipfel keine entsprechenden Vereinbarungen mit EU-Partnern zustande kommen.
 
 
 

Merkel bekommt zwei Wochen für Asylabkommen in der EU

 
Atempause im Asylstreit in der Union: Die CSU gibt Kanzlerin Angela Merkel im Streit über die Zurückweisung von Migranten eine Frist für eine europäische Lösung bis Ende Juni. Der CSU-Vorstand billigte einstimmig einen entsprechenden Vorschlag von CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Aus Teilnehmerkreisen der CDU-Vorstandssitzung in Berlin hieß es demnach, Merkel akzeptiere diese Frist. Bis dahin, nach dem EU-Gipfel Ende Juni, will die CDU-Chefin mit EU-Partnern Abkommen aushandeln.
 
 
 

Unfall nach Festival: Polizei nimmt Fahrer fest

 
Nach dem tödlichen Unglück beim Musikfestival ?Pinkpop? in den Niederlanden ist der mutmaßliche Verursacher festgenommen worden. Der 34 Jahre alte Niederländer habe sich selbst der Polizei gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Unklar war, ob es ein Unfall oder Absicht war. Der Kleinbus war am frühen Morgen gegen 4 Uhr in Landgraaf an der deutschen Grenze bei Aachen in eine Besuchergruppe gefahren, die das Festivalgelände verlassen hatte. Ein 35 Jahre alter Mann wurde getötet und zwei Männer sowie eine Frau schwer verletzt. Sie schwebten in Lebensgefahr, hieß es.
 
 
 

Asylstreit in der Union: AfD sieht sich als Gewinnerin

 
Die AfD profitiert nach eigener Einschätzung vom Asylstreit zwischen Innenminister Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel. ?Entweder Seehofer verliert oder es verliert Merkel?, sagte Parteivize Georg Pazderski der Deutschen Presse-Agentur. Für die AfD sei der ganze Streit dagegen ?ein Geschenk?. Seehofers Idee, Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land registriert seien, an den Grenzen abzuweisen, bezeichnete Pazderski als ?Schritt in die richtige Richtung?. Der zweite Schritt müsse sein, ?alle diejenigen abzuschieben, die hier kein Bleiberecht haben?.
 
 
 

Prozess um tödlichen Messerangriff in Kandel fortgesetzt

 
Nach einer längeren Unterbrechung ist der Prozess um die tödliche Messerattacke auf die 15-jährige Mia gegen Mittag fortgesetzt worden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Landau mit. Zuvor war das Verfahren gegen den tatverdächtigen Ex-Freund des Mädchens kurz nach dem Auftakt unterbrochen worden. Der Anwalt des Angeklagten Abdul D. hatte den Austausch des Dolmetschers beantragt, dem war stattgegeben worden. Der Anwalt kündigte an, sein Mandant wolle sich zur Person und zur Sache äußern.
 
 
 

Putin bei zweitem Russland-Spiel nicht im Stadion

 
Russlands Präsident Wladimir Putin kann das zweite WM-Spiel seiner Sbornaja gegen Ägypten nur aus der Ferne verfolgen. Putin habe an diesem Dienstag ein Treffen in Weißrussland und wohl keine Zeit, sich das gesamte Spiel anzuschauen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. ?Die wichtigsten Spielszenen schaut er sich dann in den Nachrichten an.? Putin wird in Minsk mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zusammenkommen. Am Abend trifft Russland in Putins Heimatstadt St. Petersburg im zweiten Vorrundenspiel auf Ägypten.
 
 
 

Peruaner stiehlt teure WM-Tickets von Mexikaner in Moskau

 
Weil er einem Mexikaner drei teure Eintrittskarten für das WM-Spiel gegen Deutschland geklaut hat, ist ein Peruaner in Moskau festgenommen worden. Der 42-Jährige habe dem Fußball-Fan die Tickets im Gesamtwert von 1950 Euro kurz vor der Partie aus der Hosentasche gezogen, teilte die russische Polizei mit. Der 30-Jährige habe den Diebstahl nahe dem Luschniki-Stadion am Sonntag aber sofort bemerkt. Daraufhin hätten Sicherheitskräfte den Peruaner festgenommen, meldete die Agentur Interfax. Gegen den Mann wird nun wegen Diebstahls ermittelt.
 
 
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