Fahndung nach mutmaßlichem Frauenmörder Ali S.

 
Die Düsseldorfer Polizei fahndet bundesweit nach dem 44-jährigen mutmaßlichen Frauenmörder Ali S.. Der Kiosk-Mitarbeiter soll laut Polizei und Staatsanwaltschaft gestern in Düsseldorf auf offener Straße eine 36-jährige Frau erstochen haben. Ali S. und das Opfer kannten sich: Die Frau hat laut den Ermittlern in der Nachbarschaft des Kiosks gewohnt. Das Motiv ist noch unklar. Der 44-Jährige sei ein anerkannter Flüchtling aus dem Iran. Es gebe Hinweise auf eine ?psychische Behinderung? des Mannes von 50 Prozent, so der Leiter der Mordkommission, Guido Adler.
 
 
 

Warten auf Europa - Italien lässt Migranten nicht von Bord

 
Italien setzt die EU-Partner in der Migrationsfrage erneut unter Druck. Heute mussten 177 gerettete Migranten weiter an Bord eines Schiffs der italienischen Küstenwache im Hafen von Catania warten. Der als Hardliner bekannte italienische Innenminister Salvini will die Menschen erst an Land gehen lassen, wenn es ?Antworten von Europa? gibt. Also Zusagen zur Aufnahme der Bootsflüchtlinge durch andere Länder. Die EU-Kommission bemühe sich weiter um eine Lösung für die Menschen, so ein Sprecher. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen kritisierte das Vorgehen Italiens.
 
 
 

Debatte über Renten-Politik geht weiter

 
Die große Koalition diskutiert weiter über den Kurs in der Renten-Politik. Während die SPD und Vizekanzler Olaf Scholz auf ein stabiles Rentenniveau bis 2040 pochen, lehnen die Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel das ab. Merkel will, dass die Renten-Kommission zunächst Vorschläge erarbeitet. Bis zu 75 Milliarden Euro mehr pro Jahr würde es kosten, das Niveau stabil zu halten, heißt es aus der Wirtschaft. Juso-Chef Kevin Kühnert schlägt im ?Handelsblatt? vor, dass künftig auch Politiker in die gesetzliche Rente einzahlen, um die anderen Beitragszahler zu entlasten.
 
 
 

Babis beim Gedenken an Prager Frühling ausgepfiffen

 
Mit Kranzniederlegungen und Reden ist in Tschechien und der Slowakei der Todesopfer des Warschauer-Pakt-Einmarschs in die CSSR vor 50 Jahren gedacht worden. Dabei kam es in Prag zu einem Eklat, als der tschechische Ministerpräsident Babis lautstark ausgepfiffen wurde. Demonstranten übertönten die Rede des Gründers der populistischen ANO-Partei mit Pfiffen und ?Schande?-Rufen. Sie kritisierten, dass Babis seine Regierung auf die Tolerierung durch die Kommunisten stütze und vor 1989 selbst Mitglied der kommunistischen Partei gewesen sei.
 
 
 

Deutsche Fanszenen beenden Dialog mit DFB und DFL

 
Der Zusammenschluss der Fanszenen in Deutschland hat den Dialog mit dem DFB und der DFL aufgekündigt. In den vergangenen Monaten habe sich der Eindruck manifestiert, ?dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen?, so das Fanbündnis. Als Beispiele wurden die Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga, der aus Sicht der Fans weiterhin willkürliche Strafenkatalog des DFB oder mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung der WM-Affäre 2006 genannt.
 
 
 

Nabu: Licht und weiter viel Schatten in Kreuzfahrtbranche

 
Die Kreuzfahrtreedereien in Deutschland haben laut dem Naturschutzbund (Nabu) einen Sprung nach vorne gemacht in Sachen Schadstoffausstoß. Die Umweltschützer machen das vor allem an einem neuen Schiff der Reederei Aida Cruises fest, das als erstes weltweit mit Flüssiggas betrieben wird. Im November soll es der Reederei übergeben werden. Aber: der Nabu kritisiert die Branche weiterhin generell für ihre Antriebstechniken. Denn: noch immer seien zu viele Kreuzer zum Beispiel mit Schweröl unterwegs. Es sei ein Skandal, dass im Jahr 2018 nach wie vor Schiffe auf den Markt kämen, die auf diesen Treibstoff ausgelegt seien, so Nabu-Bundeschef Leif Miller.
 
 
 

Drei Vermisste nach Sturzflut lebend gefunden

 
Nach der Sturzflut in einer Schlucht in Süditalien sind drei Vermisste nach Angaben des Zivilschutzes lebend und in guter Verfassung aufgefunden worden. Damit gebe es ?zu 99,9 Prozent? keine Vermissten mehr, so Umweltminister Costa bei einem Besuch in dem nahe der Raganello-Schlucht gelegenen Ort Civita vor Journalisten. Der Wildbach in der Schlucht in Italiens Region Kalabrien hatte sich durch heftigen Regen in einen reißenden Fluss verwandelt, zehn Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben. 23 weitere wurden gerettet, elf von ihnen kamen in Krankenhäuser.
 
 
 

Iran präsentiert ersten Kampfjet - ?Wollen niemanden angreifen?

 
Bei der Vorstellung des ersten imk Iran gebauten Kampfjets hat Präsident Hassan Ruhani betont, nicht an einem militärischen Konflikt interessiert zu sein. Stattdessen gehe es um den Schutz des eigenen Landes, sagte er bei einer Zeremonie zum Tag der sogenannten nationalen Verteidigungsindustrie. Solange der Iran militärisch stark sei, sei kein Land - nicht einmal die USA - an einem Konflikt mit Teheran interessiert, sagte Ruhani. Das Flugzeug ?Kosar? wurde den Angaben zufolge bereits erfolgreich getestet.
 
 
 

Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2018

 
Der leichte Abwärtstrend hält an: Auf deutschen Straßen sind im ersten Halbjahr 2018 weniger Menschen gestorben als im gleichen Zeitraum 2017. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gab es in den ersten sechs Monaten 1474 Unfalltote - ein Minus von 3,3 Prozent. Nach Angaben von Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer, lassen sich die Zahlen auf keine besonderen Maßnahmen oder äußere Umstände zurückführen. Neuwagen seien heute im Vergleich zu 2008 viel sicherer geworden, was sich auch in der Unfallstatistik widerspiegele.
 
 
 

Muslime weltweit feiern viertägiges Opferfest

 
Für mehr als eine Milliarde Muslime weltweit hat das Opferfest begonnen. Das Eid al-Adha genannte Fest ist das wichtigste im Islam und erinnert an die Bereitschaft Abrahams, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Zum Beginn der viertägigen Feier kamen die Gläubigen am Morgen in den Moscheen zusammen. Als Opfertiere werden vor allem Schafe geschlachtet. Ein Teil des Fleisches wird an Arme verteilt. Viele Muslime besuchen ihre Familien oder nutzen das Fest für einen Kurzurlaub.
 
 
 

Deutscher Tourist bei Sturz vom Balkon auf Mallorca gestorben

 
Tragödie am Ballermann: Ein Tourist aus Deutschland ist an der Playa de Palma auf Mallorca bei einem Sturz vom Balkon seines Hotelzimmers ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Unfall ereignete sich am Montagabend, wie die Polizei der spanischen Urlaubsinsel mitteilte. Der 23-Jährige sei aus dem 12. Stock in die Tiefe gestürzt. Die Regionalzeitung ?Diario de Mallorca? berichtete, der Urlauber habe in angetrunkenem Zustand Klimmzüge am Balkongeländer gemacht und sei dabei in die Tiefe gestürzt.
 
 
 

USA schieben früheren KZ-Aufseher nach Deutschland ab

 
Die USA haben den früheren SS-Mann Jakiw Palij, der als Aufseher im Konzentrationslager Trawniki im besetzten Polen tätig war, nach Deutschland abgeschoben. ?Um das Freiheitsversprechen zu wahren, das Holocaust-Opfern und ihren Familien gegeben wurde?, habe Präsident Donald Trump die Abschiebung des heute 95-Jährigen zur Priorität gemacht, teilte das Weiße Haus mit. Palij, der auf dem Gebiet der heutigen Ukraine geboren wurde, sei 1949 in die USA ausgewandert und habe 1957 die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen.
 
 
 

Störung bei O2 - Kunden berichten von Netzausfall

 
Im Netz des Mobilfunkanbieters O2 hat es erhebliche Störungen gegeben. Seit dem frühen Morgen berichteten Tausende Kunden bei dem Portal ?allestörungen.de? von Problemen. Demnach kam es sowohl im Internet, als auch beim Mobilfunk und dem Festnetz zu Ausfällen. O2 sprach bei Twitter von Einschränkungen bei mobiler Telefonie und Datennutzung zwischen 5.00 und 7.00 Uhr, die nicht alle Kunden betroffen hätten. Die Störungsmeldungen kamen vor allem aus Nordrhein-Westfalen, dem Rhein-Main-Gebiet aus München, Berlin und Hamburg.
 
 
 

BA-Chef: Flüchtlinge im Arbeitsmarkt gut integriert

 
Die Bundesagentur für Arbeit hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gezogen. Die Erwartungen der BA seien knapp übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Jüngsten Zahlen zufolge hatten im Mai mehr als 300 000 Menschen aus den acht Haupt-Asylländern einen Job - und damit über 100 000 mehr als im Vorjahresmonat. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan und Somalia. ?Das läuft alles ganz gut?, sagte Scheele.
 
 
 

Halbzeit auf dem Weg zum Mars für Nasa-Lander ?InSight?

 
Rund drei Monate nach dem Start hat der Lander ?InSight? mehr als die Hälfte seiner Reise zum Mars zurückgelegt. Der Anfang Mai von der Vandenberg Air Force Base im US-Bundesstaat Kalifornien gestartete Lander sei bereits 277 Millionen Kilometer weit geflogen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Auf dem Weg checkten die Nasa-Forscher die wissenschaftlichen Instrumente und Kameras an Bord des Landers, die sich allesamt als funktionstüchtig erwiesen. Die rund 650 Millionen Euro teure Mission ist auf zwei Jahre angelegt.
 
 
 

Venezuela bringt wegen Hyperinflation neue Banknoten in Umlauf

 
Das südamerikanische Krisenland Venezuela bringt neue Banknoten in Umlauf. Aus der Landeswährung werden wegen der Hyperinflation fünf Nullen gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte werden damit 10 Bolívar soberano. Die Menschen im Land mit den größten Erdölreserven der Welt leiden wegen Misswirtschaft unter dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie wegen US-Sanktionen unter Hunger, Arbeitslosigkeit und einer Hyperinflation. Das heißt, die Preise steigen extrem schnell, und man kann sich für sein Geld immer weniger kaufen.
 
 
 

Arbeitnehmer im Osten arbeiten weiter länger als im Westen

 
Fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die Verhältnisse im vereinten Deutschland nicht überall gleich. Das gilt für niedrigere Gehälter Ost - und immer noch für durchschnittliche Arbeitszeiten. Im vergangenen Jahr leisteten Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 1279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1346 Stunden, also 67 mehr. Wird Berlin dem Westen zugerechnet, sind es im Osten 75 Stunden mehr. Zugleich lagen die Jahres-Bruttolöhne je Arbeitnehmer im Westen mit 35 084 Euro um fast 5000 Euro höher als in den neuen Ländern mit 30 172 Euro.
 
 
 

Demonstranten in den USA stürzen Bürgerkriegsstatue

 
Rund 250 Demonstranten haben auf einem Universitätscampus im US-Bundesstaat North Carolina ein Denkmal für Soldaten der ehemaligen Südstaaten Amerikas gestürzt. Die als ?Silen Sam? bekannte Statue gilt als Symbol für Rassismus, weil die Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg vor mehr als 150 Jahren die Sklaverei beibehalten wollten. Medienberichte zufolge handelte es sich bei den Demonstranten am Montag mehrheitlich um Studierende.
 
 
 

UN-Trauerfeier für früheren Generalsekretär Kofi Annan

 
Die Vereinten Nationen würdigen ihren am Wochenende gestorbenen früheren Generalsekretär Kofi Annan am Mittwoch mit einer Trauerfeier. Der derzeitige Generalsekretär António Guterres werde gemeinsam mit dem Botschafter aus Annans Heimatland Ghana am UN-Hauptquartier in New York einen Kranz niederlegen, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric. Der UN-Sicherheitsrat und die Vollversammlung planen zusätzlich eigene Gedenkveranstaltungen. Annan war am Samstag im Alter von 80 Jahren gestorben.
 
 
 

Australischer Premierminister Turnbull gewinnt Machtkampf

 
Australiens Premier Malcolm Turnbull hat sich im Machtkampf gegen einen parteiinternen Rivalen durchgesetzt. Der 63-Jährige gewann in Canberra eine Abstimmung um den Vorsitz der Liberalen Partei und damit auch um das Amt als Regierungschef klar. Turnbull bekam in der Fraktion 48 Stimmen. Für seinen Gegner, Innenminister Peter Dutton, stimmten 35 Abgeordnete. Der 47-Jährige trat sofort nach seiner Niederlage zurück. Seit Tagen hatte es Spekulationen über einen Wechsel im Amt des Premierministers gegeben.
 
 
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