Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei

 
Trotz des erhöhten Drucks der Bundesregierung gibt es für die in der Türkei unter Terrorvorwürfen inhaftierten Deutschen vorerst keinen grundsätzlichen Fortschritt. Zwar konnte der deutsche Botschafter Martin Erdmann den ?Welt?-Korrespondenten Deniz Yücel und den Menschenrechtler Peter Steudtner im Gefängnis besuchen. Eine Entscheidung über die Haftentlassung der deutschen Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu wurde aber verschoben. Tolu sagte, sie hoffe auf eine Entscheidung an diesem Mittwoch, schätze die Chancen auf eine Freilassung aus der U-Haft aber als ?gering? ein.
 
 
 

Dieb flüchtet in den Main

 
Auf seiner Flucht vor der Polizei hat ein Dieb kurzzeitig Zuflucht im Main gesucht. Der Wohnungseinbrecher sei bei seiner Tat in Raunheim bei Frankfurt/Main von Anwohnern überrascht worden, daraufhin über angrenzende Gärten und Straßen geflüchtet und schließlich in den Main gesprungen, teilte die Polizei mit. Beamte brachten sich auf beiden Seiten des Flusses in Stellung - doch der Einbrecher harrte zunächst im Wasser aus und machte keine Anstalten, hinauszukommen. Als dann aber auch noch ein Polizeihubschrauber über dem Wasser kreiste, schwamm er ans Ufer und wurde festgenommen.
 
 
 

Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden

 
Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur füllen die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kassen erwirtschafteten nach dpa-Informationen in der ersten Hälfte 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Das ergibt sich aus den Vorabmeldungen der Kassen. Damit wurde der Überschuss von 612 Millionen Euro aus dem ersten Quartal nochmals mehr als verdoppelt. Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen sind damit bis Mitte des Jahres auf rund 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung dürften in 2018 stabil bleiben.
 
 
 

Große Waldbrände in Kanada

 
Feuerwehrleute in Kanada kämpfen mit großen Waldbränden. In der Provinz British Columbia seien 19 Feuer zu einem Großbrand über eine Fläche von schätzungsweise 467 000 Hektar herangewachsen, berichtete der TV-Sender CBC unter Berufung auf Feuerwehrsprecher Kevin Skrepnek. Das entspricht fast der doppelten Größe des Saarlandes. Der Brand in der Hochebene Chilcotin reiche demnach von einem Ende zum anderen über 130 Kilometer. Die Gegend liegt etwa sechs Autostunden nordöstlich von Vancouver.
 
 
 

Neuer Strafprozess gegen Bill Cosby erst im März 2018

 
Der eigentlich für November geplante Strafprozess gegen US-Entertainer Bill Cosby wegen sexueller Nötigung soll nun erst im März kommenden Jahres beginnen. Das teilte die Staatsanwaltschaft nach einer Anhörung in Norristown mit. Cosbys neue Anwälte sollen dadurch genug Zeit bekommen, sich in die Vorwürfe von Klägerin Andrea Constand einzuarbeiten. Constand wirft Cosby vor, sie 2004 missbraucht zu haben. Nach seiner Darstellung war der Sex einvernehmlich. Der erste Strafprozess gegen Cosby war gescheitert, weil die Geschworenen sich nicht auf ein Urteil einigen konnten.
 
 
 

Barça verklagt Neymar und fordert Schadenersatz

 
Nach dem Rekordwechsel von Stürmerstar Neymar zu Paris Saint-Germain hat der FC Barcelona seinen Ex-Profi auf Vertragsbruch verklagt. Man habe beim spanischen Fußball-Verband RFEF eine entsprechende Klage mit der Bitte um Weiterleitung an den französischen Verband und den Weltverband FIFA eingereicht, teilte der Verein mit. Barça fordert von Neymar nach eigenen Angaben einen Schadenersatz von 8,5 Millionen Euro sowie Verzugszinsen in Höhe von zehn Prozent. PSG solle die Zahlung hilfsweise übernehmen, falls der Spieler diese nicht sofort leisten könne, fordert der Club.
 
 
 

Medien: Terrorist gesteht Plan für Anschlag in Barcelona

 
Einer der in Spanien gefassten vier mutmaßlichen Terroristen hat nach Medienberichten Pläne zu Sprengstoffanschlägen gestanden. Auch die weltberühmte Basilika Sagrada Familia und weitere Gebäude Barcelonas sollten in die Luft gejagt werden. Das habe der 21-jährige Mohamed Houli Chemlal vor dem Ermittlungsrichter in Madrid ausgesagt, berichtete die Zeitung ?El Mundo? unter Berufung auf Justizkreise. Die verantwortliche Terrorzelle wurde nach Polizeiangaben zerschlagen. Neben den vier Gefassten soll die Gruppe weitere acht Mitglieder gehabt haben, die alle tot seien.
 
 
 

Mann entblößt sich vor Kindern und will Mädchen wegtragen

 
Ein Unbekannter hat in einem Kleingartengelände in Lübeck versucht, ein achtjähriges Mädchen wegzutragen. Er soll das Mädchen von hinten gepackt und hochgehoben haben, wie die Polizei nach Aussage des Kindes mitteilte. Anschließend versuchte er demnach, mit dem Mädchen wegzulaufen. Als das Mädchen um Hilfe schrie und Menschen in den umliegenden Gärten auf den Angreifer aufmerksam wurden, ließ er das Kind fallen und flüchtete. Zuvor soll der Unbekannte sein Geschlechtsteil vor den Kindern entblößt haben, die am Samstag gemeinsam mit der Achtjährigen auf dem Gelände spielten.
 
 
 

Schnäppchenjäger sorgen für Kursgewinne

 
Das Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt ist heute weitergegangen. Der Dax stieg um 1,35 Prozent auf 12 229,34 Punkte, nachdem er zum Wochenbeginn noch nachgegeben hatte. Zu den Gewinnern zählten vor allem solche Aktien, die wie Fresenius, FMC, BASF und Bayer zuletzt überdurchschnittlich stark nachgegeben hatten. Der Analyst David Madden von CMC Markets sprach denn auch von ?Schnäppchenjägern?, die wieder an den Markt zurückgekehrt seien.
 
 
 

Österreich beschließt Maßnahmenpaket nach Diesel-Gipfel

 
Knapp drei Wochen nach dem Diesel-Gipfel in Deutschland hat sich auch Österreichs Regierung mit Vetretern mehrerer Autohersteller auf eine Reihe von Sofort-Maßnahmen für betroffene Fahrzeuge verständigt. Mehr als 600 000 Diesel-Fahrzeuge sollen Software-Updates bekommen, wie Verkehrsminister Jörg Leichtfried in sagte. Darunter seien rund 350 000 Autos von VW, die nach dem Skandal um Abgasmanipulationen verpflichtend Nachrüstungen durchführen müssen. Für die freiwilligen Software-Updates werde es Belohnungen geben. Zusätzlich würden sogenannte Öko-Prämien eingeführt.
 
 
 

Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei

 
Trotz des erhöhten Drucks der Bundesregierung gibt es für die in der Türkei unter Terrorvorwürfen inhaftierten Deutschen vorerst keinen grundsätzlichen Fortschritt. Zwar wollte der deutsche Botschafter Martin Erdmann nach Angaben des Auswärtigen Amtes den deutsch-türkischen ?Welt?-Korrespondenten Deniz Yücel besuchen und auch ein Besuch beim deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner im Gefängnis Silivri westlich von Istanbul war geplant. Eine Entscheidung über die Haftentlassung der deutschen Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu wurde jedoch erstmal verschoben.
 
 
 

Erdbeben auf Ischia: Aus Trümmern befreite Kinder gesund

 
Die drei nach dem Erdbeben auf der italienischen Ferieninsel Ischia aus den Trümmern geretteten Kinder können das Krankenhaus voraussichtlich in Kürze verlassen. Es gehe ihnen wie durch ein Wunder körperlich gut, teilten Ärzte Berichten zufolge mit. Bei dem Beben waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Stunden nach den Erdstößen hatten Helfer ein sieben Monate altes Baby und seine elf und sieben Jahre alten Brüder unter den Trümmern hervorgezogen. Der Elfjährige habe seinem Bruder wohl das Leben gerettet, indem er ihn unter ein Bett zog, berichteten Helfer der Agentur Ansa zufolge.
 
 
 

Bundesgericht bestätigt Abschiebung islamistischer Gefährder

 
Das Bundesverwaltungsgericht hat in zwei Grundsatzentscheidungen die Abschiebung von Terrorverdächtigen gebilligt. Das Gericht in Leipzig wies die Klagen zweier Männer gegen Abschiebungsanordnungen des niedersächsischen Innenministeriums ab. Die Sicherheitsbehörden hatten die 27 und 21 Jahre alten Männer als Gefährder eingestuft. Sie sympathisierten demnach mit der Terrormiliz IS und planten Gewalttaten oder gar einen Terroranschlag mit vielen Opfern. Beide Männer sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Sie wurden inzwischen nach Algerien sowie Nigeria abgeschoben.
 
 
 

Entscheidung über Haftentlassung von Mesale Tolu verschoben

 
Die Entscheidung der türkischen Justiz über die Haftentlassung der deutschen Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu ist verschoben worden. Das zuständige Gericht in Istanbul habe den Fall aus Zeitmangel heute nicht prüfen können, sagte Tolus Anwältin der Deutschen Presse-Agentur. Sie hoffe auf eine Entscheidung morgen. Der Haftprüfungstermin findet routinemäßig jeden Monat statt. Die Anwältin sagte, sie schätze die Chance auf Haftentlassung als ?gering? ein.
 
 
 

Rheintalbahn voraussichtlich erst am 7. Oktober wieder frei

 
Die für den Personen- und Güterverkehr wichtige Nord-Süd-Hauptstrecke Rheintalbahn soll voraussichtlich erst am 7. Oktober wieder freigegeben werden. Das teilten die Deutsche Bahn und die Arbeitsgemeinschaft Tunnel Rastatt in Karlsruhe mit. Damit müssen weiterhin bis zu 200 Güterzüge täglich sowie viele Fernverkehrszüge umgeleitet werden. Am 12. August hatte sich ein Betonsegment in der Tunnelröhre verschoben, die nur knapp fünf Meter unter den Gleisen der Rheintalbahn durchführt. Wasser und Erdreich drangen ein. Die Gleise darüber senkten sich ab. Die Bahn stoppte den Zugverkehr.
 
 
 

Terroristen von Barcelona vor dem Richter

 
Fünf Tage nach den Anschlägen mit insgesamt 15 Toten in Spanien sind die festgenommenen Mitglieder der Terrorzelle dem Untersuchungsrichter vorgeführt worden. Die vier jungen Männer wurden von einem großen Polizeiaufgebot in Handschellen zum Staatsgerichtshof in Madrid gebracht. Die Behörden wollen unter anderem herausfinden, ob die Gruppe Helfer hatte. Die anderen acht Mitglieder der laut der Polizei zerschlagenen Zelle sind alle tot. Gestern hatten Beamte in Subirats unweit von Barcelona den als Haupttäter beschuldigten Younes Abouyaaquoub erschossen.
 
 
 

18-Jähriger gesteht Messerattacke in Finnland

 
? Ein 18-Jähriger Marokkaner hat seinem Anwalt zufolge gestanden, am Freitag in der finnischen Stadt Turku auf mehrere Menschen eingestochen zu haben. Das berichtete der finnische Rundfunk YLE. Bei einem Videoverhör mit dem Haftrichter soll Abderrahman Mechkah allerdings bestritten haben, dass er die zehn Menschen töten wollte. Mechkah werden Mord und Mordversuch mit terroristischer Absicht vorgeworfen. Sein Anwalt sagte jedoch den Berichten zufolge, ein terroristisches Motiv sei nicht gegeben. Bei der Messerattacke am Freitag wurden zwei Frauen getötet und acht Menschen verletzt.
 
 
 

Bundesregierung begrüßt US-Strategie in Afghanistan

 
Die Bundesregierung ist zufrieden, dass US-Präsident Donald Trump nun doch noch keinen Termin für den Abzug der amerikanischen Soldaten aus Afghanistan festlegen will. ?Es ist richtig und die Bundesregierung hat lange dafür geworben, dass ein Ende des Einsatzes an die Bedingungen vor Ort geknüpft wird?, sagte eine Regierungssprecherin in Berlin. Trump hatte er angekündigt, die USA wollten ihren Kampf gegen Terroristen in Afghanistan verschärfen und eine Übernahme des Landes durch die radikalislamischen Taliban aktiv verhindern.
 
 
 

Facebook setzt Initiative gegen Falschmeldungen um

 
Facebook hat im Vorfeld der Bundestagswahl zehntausende Konten gelöscht, die im Verdacht stehen, Falschinformationen oder irreführende Inhalte zu verbreiten. Das teilte das Unternehmen in Berlin mit. Ähnliche Aktionen hatte das weltgrößte soziale Netzwerk auch im Vorfeld der Parlamentswahlen in Großbritannien und der Präsidentschaftswahl in Frankreich unternommen. Die Löschaktionen beruhen auf einer internen Richtlinie, die im April 2017 veröffentlicht worden war.
 
 
 

Forscher: Jede dritte Stelle über ?Vitamin B? besetzt

 
Mit ?Vitamin B? zum Job: Die meisten Stellen werden einer aktuellen Studie zufolge über persönliche Kontakte besetzt - und nicht etwa über Anzeigen oder die Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Knapp jede dritte Neueinstellung ging auf persönliche Kontakte zurück, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mitteilte. Bei Kleinbetrieben betrage der Anteil 47 Prozent. Jede fünfte Stelle sei durch Gesuche in Internet-Jobbörsen besetzt worden. Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 3,65 Millionen sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen.
 
 
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