Scholz: Union schadet mit ihrem Streit dem Land

 
Vizekanzler Olaf Scholz hat sich gegen Neuwahlspekulationen angesichts des fast ausweglos erscheinenden Asylstreits zwischen CDU und CSU gewandt. ?Wir haben vom Wähler das Mandat bekommen, das Land voranzubringen. Der Koalitionsvertrag ist eine gute Grundlage für die Arbeit der Regierung. Daran halten wir uns?, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende der ?Rheinischen Post?. Er rief zugleich die Union auf, ihren internen Dauerkonflikt endlich zu beenden. Der Streit schade dem Land.
 
 
 

Kind stirbt bei Unfall an Bahnübergang

 
Ein zwölfjähriger Junge ist an einem Bahnübergang in Traunreut im Chiemgau von einem Zug erfasst und getötet worden. Wie die Polizei am Abend mitteilte, passierte der Unfall an einem unbeschrankten Übergang für Fußgänger, der lediglich mit Gittern - sogenannten Umlaufsperren - versehen ist. Den Angaben zufolge war das Kind mit drei gleichaltrigen Freunden auf dem Fahrrad unterwegs. Der Lokführer habe zwar per Warnhorn auf sich aufmerksam machen wollen, dennoch habe der Junge den Regionalzug übersehen. Trotz Notbremsung habe der Zug den Jungen frontal erfasst und zu Boden geschleudert.
 
 
 

Unterhalten mit Relevanz: Grimme Online Award verliehen

 
Weltliteratur mit Playmobil-Figuren, leicht verständliche Wissenschaft auf YouTube, eine digitale Reise zurück in der Zeit: Herausragende Netz-Angebote mit Sinn für schlaue Unterhaltung sind mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Zu den Preisträgern in Köln gehörte zum Beispiel der YouTube-Kanal ?maiLab? der Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, die sich spielerisch mit Wissenschaftsthemen beschäftigt. Ebenfalls prämiert wurde ?Sommers Weltliteratur to go?. Auf dem YouTube-Kanal werden Klassiker der Literaturgeschichte mit Playmobil-Figuren nachgespielt.
 
 
 

Dow Jones mit zarter Erholung - Tech-Werte schwächeln

 
Ohne klare Richtung haben sich die US-Aktienmärkte ins Wochenende verabschiedet. Während die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich zu einer moderaten Erholung ansetzten, endeten die Technologieaktien an der Nasdaq überwiegend im Minus. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,49 Prozent bei 24 580,89 Punkten. Der Eurokurs wurde im US-Handel zuletzt bei 1,1663 US-Dollar und damit etwas höher als im späten europäischen Geschäft gehandelt.
 
 
 

Schweiz mit spätem 2:1 gegen Serbien

 
Die Schweiz hat Serbien den vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale verdorben. Nach dem 2:1 in Kaliningrad gegen die Weißen Adler haben die Eidgenossen dagegen ihre Chance auf ein Weiterkommen gewahrt. Nach dem 1:1 gegen Brasilien zum Auftakt bescherten die ehemaligen Bundesligaprofis Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri den Schweizern mit ihren Toren vor ersten Sieg bei der Fußball-WM in Russland. Aleksandar Mitrovi hatte für die Serben zur zwischenzeitlichen Führung getroffen.
 
 
 

Deutsches Schiff mit Migranten darf nirgends anlegen

 
Erneut ist ein Rettungsschiff mit vielen Migranten an Bord auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer. Sowohl Italien als auch Malta verweigerten dem Schiff ?Lifeline? der deutschen Organisation Mission Lifeline die Einfahrt in einen Hafen. Italiens Innenminister Matteo Salvini drohte Hilfsorganisationen mit der Beschlagnahmung ihrer Schiffe und der Festnahme der Besatzung. Migranten nannte er dabei ?Menschenfleisch?. Unterdessen starben nach Angaben des UN-Flüchtlingswerkes binnen weniger Tage bei mehreren Unglücken etwa 220 Menschen im Meer.
 
 
 

90-Millionen-Eurojackpot wieder nicht geknackt

 
Auch in der kommenden Woche können Lottospieler darauf hoffen, den deutschen Gewinnrekord einzustellen. Der mit 90 Millionen Euro gefüllte und bei dieser Summe gedeckelte Eurojackpot wurde am Freitag auch in der 13. Ziehung hintereinander in Helsinki nicht geknackt, wie Westlotto am Abend in Münster mitteilte. Bei der nächsten Ziehung stehe der Eurojackpot zum sechsten Mal in Folge bei der Höchstsumme von 90 Millionen Euro. Jeder darüber hinaus eingesetzte Euro fließt seit vier Wochen in die 2. Gewinnklasse.
 
 
 

Steudtner kritisiertMenschenrechtslage in der Türkei

 
Der im Oktober aus türkischer Untersuchungshaft entlassene deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner hat entsetzt auf die Haftverlängerung für Taner Kilic von Amnesty International reagiert. ?Wir überlegen jetzt, was die nächsten Schritte sein können, da juristisch alle Wege verstellt sind?, sagte er der dpa. Steudtner gehört zu den zehn Mitangeklagten. Zu Beginn des Prozesses am 25. Oktober hatte das Gericht alle bis auf Kilic aus der U-Haft entlassen. Steudtner konnte daraufhin die Türkei verlassen.
 
 
 

Mittelmeer: 220 Tote - Salvini bleibt bei hartem Kurs

 
Angesichts der Blockade von Seenotrettern im Mittelmeer sind binnen weniger Tage bei mehreren Unglücken etwa 220 Menschen ertrunken. ?Das ist eine konservative Schätzung?, sagte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Derweil droht Italiens Innenminister Salvini Hilfsorganisationen mit der Beschlagnahmung ihrer Schiffe und der Festnahme der Besatzung. Migranten nannte er dabei ?Menschenfleisch?. Mit der deutschen Organisation Mission Lifeline ist mittlerweile ein zweites Schiff mit Migranten an Bord auf dem Meer blockiert.
 
 
 

Lufthansa bittet Kunden um Entschuldigung

 
Die Lufthansa hat um Entschuldigung für die massenhaften Verspätungen und Flugausfälle der vergangenen Monate gebeten. Nach eigenen Angaben musste die Airline im ersten Halbjahr bereits mehr Flüge streichen als im Gesamtjahr 2017. In einem Schreiben sprechen die beiden Leiter der Drehkreuze Frankfurt und München von einem "inakzeptablen Niveau". Neben dem schlechten Wetter und fortgesetzten Fluglotsenstreiks seien auch Engpässe bei den Flughäfen und den Flugsicherungen daran Schuld. Auch die Pleite von Air Berlin spiele eine Rolle. Nie zuvor habe es einen derart gravierenden Marktaustritt gegeben, heißt es.
 
 
 

Opec-Länder einigen sich auf höhere Ölförderung

 
Das Ölkartell Opec wird den Ölhahn in den kommenden Monaten weiter aufdrehen, um das selbst auferlegte Förderlimit voll auszuschöpfen. Damit werden rund 600 000 Barrel zusätzlich am Tag gefördert. Dabei ist noch unklar, welche Länder dieses Förderplus übernehmen sollen. Das sei nicht verhandelt worden, sagte der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al-Mazrouei, nach einer Opec-Tagung in Wien. Experten sind skeptisch, ob Autofahrer nach diesem Beschluss auf sinkende Benzinpreise hoffen können. Die Ölpreise legten erstmal zu.
 
 
 

Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Teil-Rückzug

 
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus droht im Falle eines harten Brexits ohne Abkommen mit dem Teil-Rückzug aus Großbritannien. Ein Szenario ohne Deal gefährde die Zukunft, so der Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeug-Produktion, Tom Williams. Falls das Land im März 2019 ohne Abkommen aus der EU aussteige, würde dies zu einer ?schweren Störung und Unterbrechung? der Produktion führen. Außerdem würde Airbus dann auch weitere Investitionen und seine langfristige Strategie im Land überdenken, hieß es weiter. Airbus beschäftigt in Großbritannien 14.000 Mitarbeiter an 25 Standorten.
 
 
 

WM: Nigeria gewinnt 2:0 gegen Island

 
Mit einem Doppelpack hat Ahmed Musa Nigeria und seinem deutschen Trainer Gernot Rohr gute Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale eröffnet und Island fast schon das WM-Aus beschert. Die Super Eagles bezwangen das enttäuschende Island mit 2:0 und können im Idealfall schon mit einem Remis zum Abschluss gegen Vizeweltmeister Argentinien die Gruppenphase überstehen. Vor 40 904 Zuschauern in Wolgograd schockte Musa mit seinen beiden Treffern die wenig überzeugenden Wikinger.
 
 
 

Ermittler vermuten Tatort im Fall Sophia L. in Oberfranken

 
Die seit mehr als einer Woche vermisste Tramperin Sophia L. ist möglicherweise in Oberfranken getötet worden. Laut der Oberstaatsanwaltschaft Bayreuth haben sich Hinweise auf einen möglichen Tatort in der Region verdichtet. Nach der Festnahme eines tatverdächtigen Lastwagenfahrers in Spanien wurden demzufolge auch die GPS-Daten seines ausgebrannten Lastwagens ausgewertet. Sie zeigen offenbar, dass die Frau in Oberfranken getötet wurde. Wo genau man den Tatort vermutet, blieb offen. Der festgenommene Lkw-Fahrer soll demnächst nach Deutschland gebracht werden.
 
 
 

Städtetag fordert Milliarden-Investitionen für Verkehr

 
Der Deutsche Städtetag fordert Milliarden-Investitionen für einen sauberen Verkehr. Dafür seien für mindestens zehn Jahre 20 Milliarden Euro zusätzlich von Bund und Ländern erforderlich, so der Präsident, Markus Lewe. Auch angesichts steigender Pendlerzahlen seien ein schneller Öffentlicher Nahverkehr, gute Fußwege und sichere Radwege unverzichtbar. Der Städtetag forderte die Bundesregierung außerdem erneut dazu auf, die Autobauer zu technischen Nachrüstungen bei alten Dieseln zu verpflichten.
 
 
 

Asylstreit: CSU-Vorstand am 1. Juli mit Sondersitzung

 
Zwei Tage nach dem Ende des schicksalsträchtigen EU-Gipfels in Brüssel zur Asylfrage trifft sich der CSU-Vorstand in München zu einer Sondersitzung. Für Sonntag, 1. Juli, 15.00 Uhr, hat Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer das Führungsgremium der Partei in die Landesleitung zu einer Vorstandssitzung geladen. Wichtigster und vermutlich einziger Punkt bei den Beratungen ist die Bewertung der Gipfelergebnisse in Brüssel zur Neuregelung der europäischen Zuwanderungspolitik. Am 28. und 29. Juni treffen sich in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union.
 
 
 

Vor Schweden: Löw hält an Führungskräften fest

 
Joachim Löw wird im Alles-oder-nichts-Spiel gegen Schweden an seiner Spielidee und auch weitgehend an seinem Stammpersonal festhalten. ?Das grundsätzliche Vertrauen in die Spieler, die schon länger bei uns sind, wird nicht durch ein Spiel in die Brüche gehen?, sagte der Bundestrainer einen Tag vor dem zweiten WM-Gruppenspiel gegen Schweden. Verzichten muss Löw auf den verletzten Innenverteidiger Mats Hummels. Niklas Süle dürfte ihn ersetzen. ?Die zwei wichtigsten Waffen sind Energie und eine andere Körpersprache?, sagte Löw vor der Partie gegen die Skandinavier.
 
 
 

Berlinale: Doppelspitze folgt auf Kosslick

 
Die Berlinale wird künftig von einer Doppelspitze geleitet. Nachfolger von Festivaldirektor Dieter Kosslick werden der Italiener Chatrian als künstlerischer Leiter und die gebürtige Niederländerin Rissenbeek als geschäftsführende Leiterin. Das verkündete Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Chatrian, bislang Chef des Filmfests von Locarno, sagte: ?Es ist eine große Herausforderung, aber ich sehe es auch als Chance.? Rissenbeek teilte mit, sie freue sich wahnsinnig auf die Aufgabe. 2020 leiten die beiden die Berlinale dann zum ersten Mal.
 
 
 

Trump droht erneut Zusatzzölle auf europäische Autos an

 
US-Präsident Trump hat europäischen Autoherstellern erneut mit einem Sonderzoll gedroht. Die EU belange die USA, ihre Firmen und Arbeiter seit langem mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. ?Wenn diese Zölle und Barrieren nicht bald eingerissen und beseitigt werden, werden wir 20 Prozent Zoll auf alle ihre Autos erheben, die in die USA kommen?, schrieb Trump auf Twitter. ?Baut sie hier!?, fügte er hinzu. Die EU hatte bereits bei vorherigen Drohungen Trumps grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Die Bedingung: Trump sollte für die Zeit der Gespräche seinerseits auf Strafzölle verzichten.
 
 
 

WM: Brasilien gewinnt mit 2:0 gegen Costa Rica

 
Rekordweltmeister Brasilien hat durch zwei späte Tore seinen ersten Sieg bei der Fußball-WM gefeiert. Der fünfmalige Titelträger gewann mit 2:0 gegen Costa Rica. Coutinho und Neymar trafen zum insgesamt verdienten Erfolg, mit dem die Chancen auf den Einzug in das Achtelfinale erheblich steigen. Costa Rica ist nach der zweiten Niederlage ausgeschieden. Schiedsrichter Kuipers hatte in der 78. Minute nach Videobeweis einen Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul an Neymar wieder zurückgenommen.
 
 
NOXX
Nachricht schreiben
Wetter
10°C / 18°C
Aachen
Verkehr
A1
Kölner Ring: Dortmund - Köln
 
Weitere Nachrichten