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19.09.2017 18:36

Polizeieinsatz im Hambacher Forst - Polizei schützt Räumung von Barrikaden auf Waldwegen

 
Aachen/Hambach/Morschenich (ots) - Heute (19.09.2017) waren Kräfte
der Einsatzhundertschaften Aachen und Recklinghausen sowie weitere
Einsatzkräfte im Hambacher Forst eingesetzt, um die von der RWE Power
AG durchgeführte Räumung von Barrikaden zu schützen. Durch massive
Hindernisse aus Gehölz, Stacheldraht, Metallstangen und Geäst waren
Wege, die insbesondere auch als Rettungswege fungieren, im Wald
blockiert worden.

Während des Einsatzes kam es teils zu massiven Straftaten:
Polizeibeamte wurden mit Böllern und Einsatzfahrzeuge mit Flaschen
beworfen. Auch Fahrzeuge der RWE Power AG wurden mit Gegenständen
beworfen und dabei leicht beschädigt; Personen wurden durch den
Bewurf nach derzeitigem Stand zum Glück nicht verletzt. Ein Mann rief
öffentlich zu Straftaten auf.

In diesem Zusammenhang wurden zwei Personen als Tatverdächtige
vorläufig festgenommen und zur Identitätsfeststellung ins
Polizeigewahrsam gebracht. Strafverfahren wegen versuchter
gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und öffentlicher
Aufforderung zu Straftaten, sowie Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.

Eine Frau hatte sich mit einem sog. "Lock-on" unter einer
Barrikade befestigt und musste mit Hilfe von technischem Gerät
befreit werden. Rettungskräfte untersuchten die Frau nach der
Befreiung. Ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte wurde nach Absprache mit der Aachener
Staatsanwaltschaft eingeleitet.

Ein Mann musste durch Kräfte einer technischen Polizeieinheit von
einer Barrikade aus mehreren Metern Höhe geborgen werden. Am Boden
angekommen attackierte der alkoholisierte Mann Rettungskräfte und
musste durch die Polizei fixiert werden. Die Person wurde vorläufig
festgenommen, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

An einer weiteren Barrikade musste gegen eine Frau ebenfalls ein
Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
eingeleitet werden; auch sie wurde vorläufig festgenommen.

"Wer Rettungswege verbarrikadiert, der gefährdet Gesundheit oder
Leben von Menschen, die im Wald verunglücken. Dies hat ein
Unglücksfall in jüngster Vergangenheit gezeigt. Ich verurteile
deshalb, dass es während der Räumung von Rettungswegen zu einem
derartigen Ausbruch von Gewalt gekommen ist, bei dem neben
Mitarbeitern von RWE und Polizeibeamten auch Rettungskräfte
angegriffen wurden. Die heutigen fünf Festnahmen zeigen, dass wir
dies nicht hinnehmen und Straftaten mit aller Konsequenz verfolgen.
Gleichwohl werden wir auch künftig versuchen eine solche Eskalation
im Wege des Dialoges zu verhindern" äußert sich Polizeipräsident Dirk
Weinspach nach den Vorfällen.

---Andreas Müller---
 
 
Quelle: www.presseportal.de
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