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19.09.2017 10:51

Schöne Geschichten auch im Polizeialltag; Bambi mit Namen Bee wird groß und stark

 
Stolberg (ots) -

Vielfach sind es die schönen Geschichten, die den Alltag der
Polizistin und des Polizisten im Streifendienst aufhellen. Eine
solche handelt von einem Rehkitz, das Ende Mai, wahrscheinlich gerade
einmal ein Tag alt, unterkühlt und total geschwächt, direkt auf einer
Bahnstrecke gefunden wurde. Heute, drei Monate später, geht es Bee,
wie die Polizisten das Kitz tauften, gut, eigentlich sehr gut. Das
Ganze kam so:

Ende Mai hatten Mitarbeiter einer großen Firma am Stadtrand von
Stolberg die Polizei gerufen. Sie hatten neben dem Firmengelände, auf
den Gleisen einer dort regelmäßig genutzten Bahnanlage, ein Rehkitz
entdeckt. Keine Mutter, kein Vater, keine Geschwister weit und breit.
Als die Polizisten kamen, versuchte das Kitz mehrfach vergeblich, von
alleine aufzustehen. Viel zu schwach war es. Es konnte sich kaum
aufrichten, geschweige denn den Kopf heben. Der Jagdpächter, der eher
zufällig vorbei kam, sagte, dass Kitz sei höchstens ein Tag alt und
habe ohne menschliche Hilfe wohl keine Überlebenschance.

Ab da ging alles sehr schnell. Die Polizisten, eine junge Kollegin
und ihr Begleiter, trugen das Kitz kurzentschlossen vom Gleisbett,
packten es in eine Jacke und brachten es so zunächst einmal außer
Gefahr. Ab da liefen die innerbetrieblichen Telefondrähte bei der
Polizei heiß. Jetzt galt es zu klären, wer Erfahrung mit der Aufzucht
von solchen Waisenkindern hat und der auch bereit ist, ein solch
schwaches Tier aufzunehmen. Es fand sich eine "sie" im Jülicher Raum.
Nach polizeilichen Recherchen genau die richtige Pflegemutter mit
Erfahrung bei der Aufzucht von "Waisen-Wild-Tieren". Die Frau
erklärte sich auch sofort bereit, das Tier, das auf den Na-men "Bee"
getauft wurde, aufzunehmen und zu pflegen.

Kurzum: Alles hat geklappt. Bee und die Pflegemutter erhielten
immer mal Besuch von den Polizisten. Jetzt, drei Monate später, ist
Bee bereits 14 Kilo schwer, hübsch und offenbar kerngesund. Laut
Ersatzmama braucht es noch etwa drei Monate die Flasche. Danach muss
man sehen, welchen Weg Bee beschreitet.

Bilder vom Fundort, von heute und ein kurzer Beitrag von der
Aufzucht können heruntergeladen werden. Sollte der Film wider
Erwarten nicht abspielbar sein, wir schicken Ihnen den Film zu. Bitte
kurze Mail an pressestelle.aachen@polizei.nrw.de. (pk)
 
 
Quelle: www.presseportal.de
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